Hilkenbrook - Auf Einladung der Eltern-Kind-Gruppe Hilkenbrook trafen sich die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) und Sandra Hüntelmann als Hebamme mit den Müttern der Gruppe zu einem Gesprächskreis zum Thema „Was? - Es wird keine Hebammen mehr geben? – Zukunftsfragen von Müttern und Hebammen der Region“.
Seit Jahren stetig ansteigende Beiträge für die Haftpflichtversicherung sowie der drohende Ausstieg der Nürnberger Versicherung aufgrund der hohen Schadenssummen, falls ein Kind bei der Geburt zu Schaden kommt, belasten den Berufsstand der Hebammen. Die Befürchtung: Viele Geburtshelferinnen können ihren Beruf in naher Zukunft nicht mehr ausüben. Gerade im ländlichen Raum sei jedoch die flächendeckende Versorgung durch Hebammen unerlässlich, schilderte Sandra Hüntelmann, freiberufliche Hebamme, im Verlauf des Gesprächs. Auch Kürzungen der Krankenkassen am Wegegeld belasteten zusätzlich. Gleichzeitig wird die umfassende Versorgung durch Hebammen aber immer wichtiger.
Gitta Connemann bestätigte, dass „eine flächendeckende Geburtshilfe und die umfassende Betreuung von Schwangeren und jungen Müttern“ unbedingt erforderlich sei. „Und diese ist ohne die Arbeit der Hebammen und Entbindungspfleger nicht vorstellbar. Ihre Arbeit ist für junge Mütter vor und nach der Geburt von besonderer Bedeutung. Durch das Gespräch mit Ihnen allen ist mir noch einmal deutlich vor Augen geführt worden, wie wichtig diese Sicherstellung ist.“
Von einigen Erfolgsmeldungen im Hinblick auf die Unterstützung der Hebammen durch die Politik konnte die Bundestagsabgeordnete bereits im Gespräch berichten. Die Belange der Hebammen würden von der Bundesregierung ernst genommen. So gibt es seit dem vergangenen Jahr eine interministerielle Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“.
Wesentliche Punkte sind eine kurzfristige Verbesserung der Vergütung zusammen mit einer tragfähigen Lösung, „um dem laufenden Anstieg der Haftpflichtprämien entgegen zu wirken und die Situation auf dem Versicherungsmarkt zu verbessern.“ Weitere Themen betreffen unter anderem die Verbesserung der Datenlage sowie die Qualitätssicherung in der Geburtshilfe. Im Anschluss an ein für alle Seiten informatives und aufschlussreiches Gespräch wurde Gitta Connemann von Stefan Eichhorn, zukünftiger Bürgermeister der Samtgemeinde Nordhümmling, und Bernhard Düvel, Bürgermeister in Hilkenbrook, im Rahmen eines Besuches der Grundschule begrüßt.
