Vechta - Die Erste Medizinische Fakultät der renommierten Karls-Universität Prag und die Schwester-Euthymia-Stiftung Vechta mit den Krankenhäusern Cloppenburg, Damme, Lohne und Vechta sind eine Kooperation eingegangen. Diese wurde jetzt im Kreishaus Vechta im Rahmen einer Feierstunde besiegelt.
Vechtas Landrat Tobias Gerdesmeyer lobte die Kooperation als einen wichtigen Meilenstein auch für die Region. Es sei beeindruckend, dass die Krankenhäuser der Schwester-Euthymia-Stiftung mit der Karls-Uni einen so renommierten Partner gefunden hätten. Das sei ein Gewinn für alle Beteiligten. Den Vertrag unterzeichneten Prof. Dr. Martin Vokurka (Dekan der Ersten Medizinschen Fakultät der Karls-Universität) und Ulrich Pelster (Vorstandsvorsitzender der Schwester-Euthymia-Stiftung).
Gemeinsam stärker
Glückwünsche erreichten die Beteiligten anschließend auch vom Botschafter der Tschechischen Republik in Berlin, Tomas Kafka: „Die Tatsache, dass beide Vertragspartner einen Weg gefunden haben, wie man neue Studienplätze für deutsche Medizinstudenten in Prag aufbauen kann, ohne dabei die tschechischen Medizinstudenten zum Umzug nach Deutschland zu animieren, macht mich schon sehr glücklich“, schrieb er. Es sei ein Beweis dafür, „dass wir gemeinsam nicht nur stärker, sondern auch kreativer sind. Gerade das tut in den heutigen Zeiten not: Partnerschaft, welche auf Vertrauen und Kreativität fußt.“
Prof. Eitan Brizman, Vizedekan und zuständig für internationale Angelegenheiten, nahm diesen Ball im Rahmen des Festaktes auf und sagte: Er sei sehr beeindruckt von den Krankenhäusern im Oldenburger Münsterland. Die Mediziner hätten eine extrem hohe Expertise und arbeiteten mit höchster Qualität. Die Region habe zudem viel zu bieten für die Studierenden. Die Kooperation sei eine Win-Win-Situation.
Drei Stipendien
Ulrich Pelster hob die Bedeutung der Partnerschaft hervor, die nach seinen Worten langfristig angelegt sein soll. Es gebe bereits gute Beispiele von Studierenden, die nun an hiesigen Kliniken arbeiteten und hier ihre Familie gegründet hätten. Es sollen zunächst drei Stipendien jährlich für Studierende vergeben werden, wie Pelster sagte. Das Studium sei auf sechs Jahre angelegt. Der Abschluss sei bundesweit und weltweit anerkannt. Pelster unterstrich: „Unsere Kooperation kann sehr viel Gutes für alle Beteiligten und das Oldenburger Münsterland bewirken.“
Prof. Dr. Martin Vokurka erläuterte: Die Uni habe Studierende aus aller Welt, sie brächten die Medizin in ihre Heimatländer. So gebe es eine enge Zusammenarbeit mit Kliniken in aller Welt und einen fruchtbaren Erfahrungsaustausch. Die Karls-Universität Prag gehört zu den renommiertesten Hochschulen Europas. Studieninteressierte aus dem Oldenburger Münsterland können nun künftig an der Fakultät in Prag studieren und ihre praktische Ausbildung in den Krankenhäusern in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta absolvieren.
