Hoffnung auf Hilfe aus Münster. Für wen, welche Hilfe? Ist es in erster Linie, wie so oft, die Absicherung der Posten von den Verursachern der jetzigen Misswirtschaft? Ungewöhnlich wäre es nicht. Denn unzählige Beispiele dieser Art können wir tagtäglich in den Medien verfolgen.
Bei den Politikern und Managern ist das „Zurücktreten“ sehr beliebt, allerdings: Nur mit vollen Taschen. Auch die katholische Kirche kennt keine Bestrafung in ihren Reihen, die Lösung: Versetzung oder sogar Beförderung. Deshalb glaube ich kaum an eine Unterstützung von Weihbischof Timmerevers. Ich kenne ihn noch als Pastor aus Visbek. Mit Millionenverlusten sollte er sich bestens auskennen. Denn auch hier hatte er die Mitverantwortung für den Verlust von circa fünf Millionen, hat sich aber nicht dazu bekannt. Die Kirche hat ihr eigenes Gesetz: statt Abmahnung eine „Belohnung“. Er wurde danach Weihbischof.
Jetzt eine ähnliche Situation, in der er kaum anders handeln wird. Das Motto der Kirche lautet ganz einfach: Arme Leute gibt es immer. Den Mitarbeitern der Kliniken geht es sicher nicht um Reichtum, sondern eher um Anerkennung und angemessene Behandlung (...).
Der Wunsch des Bischofs: weiterhin eine „kirchliche Prägung“ der Kliniken, aber ohne eigene Verantwortung. Die Institution Kirche erkennt einfach nicht, wie weit sie schon von den Sorgen und Bedürfnissen der Menschen entfernt ist. Sie ist sich keiner Schuld bewusst. Amen!
