Saterland/Tange/Cloppenburg - Wegen falscher Verdächtigung und Drogenbesitzes musste sich eine 17-Jährige aus dem Saterland vor dem Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht verantworten. Am Ende der Beweisaufnahme verhängt das Gericht gegen die junge Angeklagte, die unter dem Geschehen schwer litt, 20 Sozialstunden. Außerdem wurde die 17-Jährige ermahnt.
Eine falsche Verdächtigung sei mehr als unschön und könne für die Person, die zu Unrecht beschuldigt werde, weitreichende Konsequenzen haben, wurde die Saterländerin ermahnt
Kontrolle in Diskothek
Diese weitreichenden Konsequenzen musste auch ein 20-Jähriger erfahren. Er war die Person, die von der 17-Jährigen zu Unrecht beschuldigt worden war. Es ging um den Vorwurf des Drogenbesitzes. Am Tatabend hatte die 17-Jährige beabsichtigt, eine Diskothek in Tange zu besuchen. In ihrer Handtasche befand sich eine Kaugummi-Dose mit Drogen. Die Drogen wollte die 17-Jährige offenkundig in der Diskothek konsumieren. Doch daraus wurde nichts.
Am Eingang zur Diskothek in Tange finden Kontrollen statt. Dabei wurden bei der 17-Jährigen die Drogen in ihrer Handtasche entdeckt. Das war der 17-Jährigen offenkundig peinlich. Sie wollte dann auch von sich ablenken.
Lüge zugegeben
Nun sah sie im Eingang der Diskothek den 20-Jährigen, den sie gar nicht kannte. Plötzlich aber behauptete sie, der 20-Jährige habe ihr die Drogen zugesteckt. Sie habe gar nicht gewusst, dass es sich um Drogen handeln würde.
Der 20-Jährige habe vor dem Betreten der Diskothek gefragt, ob sie für ihn die Kaugummi-Dose einstecken könne, weil er selbst keine Tasche dabei gehabt habe. Nichtsahnend habe sie dem 20-Jährigen dann den Gefallen getan. Der 20-Jährige – den Feststellungen zufolge ein völlig unbescholtener junger Mann – wurde sofort festgesetzt, die Polizei gerufen. Der 20-Jährige wurde durchsucht, ein Verfahren gegen ihn eingeleitet. Das Verfahren wurde erst wieder eingestellt, nachdem die 17-Jährige erklärt hatte, gelogen zu haben.
