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Kritik an erneuertem Radweg in Ramsloh Hier läuft es noch nicht ganz rund

Vorläufige Sanierung: Trotz einer neuen, dünnen Asphaltdeckschicht (DSK) sind nicht alle Unebenheiten beim Radweg entlang der Friedhofstraße in Ramsloh beseitigt.

Vorläufige Sanierung: Trotz einer neuen, dünnen Asphaltdeckschicht (DSK) sind nicht alle Unebenheiten beim Radweg entlang der Friedhofstraße in Ramsloh beseitigt.

Renke Hemken-Wulf

Ramsloh - Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Friedhofstraße (K299) in Ramsloh einen neuen Fahrbahnbelag erhalten hat, ist inzwischen auch der Radweg entlang der Straße erneuert worden. Im vergangenen Jahr hatte die Sanierung noch verschoben werden müsse, weil eine benötigte Maschine fehlte. Nun ist aber die neue Asphaltschicht aufgetragen worden, was Radfahrer eigentlich freuen müsste, da der Weg zahlreiche Bodenwellen aufwies.

Mehrere Beschwerden

Doch nach der Sanierung häuft sich die Kritik. Im sozialen Netzwerk Facebook wird der erneuerte Radweg als „Buckelpiste“ oder „Katastrophe“ bezeichnet und viele fragten sich, ob das die vollständige „Sanierung“ gewesen sei. Auch bei der Gemeinde Saterland habe es mehrere Beschwerden wegen des Radweges gegeben, berichtete Saterlands Bürgermeister Thomas Otto im Gespräch mit unserer Zeitung. Da es sich bei der Friedhofstraße aber um eine Kreisstraße handelt, ist der Landkreis Cloppenburg zuständig. Er hatte auch die Arbeiten in Auftrag gegeben.

Vorläufige Sanierung

Die Kreisverwaltung verweist auf Nachfrage darauf, dass es sich bei der Maßnahme um eine vorläufige Sanierung mittels DSK (dünne Asphaltdeckschicht) gehandelt habe. „Hier wird durchschnittlich lediglich ein Zentimeter Material aufgetragen. Eine DSK dient dazu, dass die vorhandene Asphaltdeckschicht in ihrer Substanz erhalten bleibt und Risse geschlossen werden, wo in den kälteren Monaten das Wasser eindringt, gefriert und Abplatzungen entstehen“, erklärt Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl. Vorhandene Unebenheiten könnten allerdings mit einer DSK nicht ausgeglichen werden. Hierfür wäre dann ein Vollausbau erforderlich, der bei dem Radweg an der K299 aufgrund des getrennten Geh- und Radweges nicht möglich wäre.

Hätte es sich bei der Maßnahme um einen Vollausbau gehandelt, würde die Kreisverwaltung mit der Kritik „Buckelpiste“ mitgehen, so Rühl weiter. Für die Sanierung mittels einer dünnen Asphaltdeckschicht seien die gewünschten Ergebnisse allerdings gut.

Neues Programm

Eine größere Sanierung sei derzeit nicht wirtschaftlich gewesen, teilt Rühl weiter mit. Denn: Die Ortsdurchfahrt Ramsloh (K299) sei in das Ortsdurchfahrten-Programm aufgenommen. Dem Verkehrsausschuss sei am 10. Mai dieses Jahres vorgeschlagen worden, die Ortsdurchfahrten an der K166 (Kneheim), K299 (Ramsloh), K162/K160 (Wachtum) und K173 (Sevelten) in einem neu gebildeten Ortsdurchfahrten-Programm aufzunehmen. Es sei beschlossen worden, die genannten Straßen in die Planung mit aufzunehmen. Diese soll zeitnah getaktet und aufgenommen werden. Ein Zeitplan sei bislang aber noch nicht aufgestellt worden.

Um den vorhandenen Radweg bis zum Ausbau der Ortsdurchfahrt zu erhalten, habe sich das Planungsamt für eine schmale, aber effektive Sanierung entschieden. Die Kosten für die Radwegsanierung hätten sich auf rund 40.000 Euro belaufen.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland
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