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Wallschule aus Cloppenburg besucht Fischteiche Grundschüler lernen Praktisches rund um Klimawandel

Peter Kratzmann
Pflanzaktion an den Ahlhorner Fischteichen: Insgesamt vier Klassen mit 80 Schülern werden nach und nach zum Pädagogikzentrum fahren. Den Auftakt machte die Klasse 4a.

Pflanzaktion an den Ahlhorner Fischteichen: Insgesamt vier Klassen mit 80 Schülern werden nach und nach zum Pädagogikzentrum fahren. Den Auftakt machte die Klasse 4a.

Peter Kratzmann

Cloppenburg/Ahlhorn - Beherzt greifen Charlotte und Till zum Pflanzspaten. Ein Stich in den weichen Waldboden, einen von der anderen Seite, dann den Roteichen-Trieb mit dem Wurzelgeflecht in das Erdloch stecken, Boden darauf und mit der Schuhhacke festtreten. Ganz einfach, wenn man der Anleitung von Carola Freise vom Waldpädagogikzentrum Weser-Ems der Niedersächsischen Landesforsten an der Teichwirtschaft in Ahlhorn genau zugehört hatte.

Charlotte und Till sind zwei von 17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a an der Wallschule Cloppenburg. Zusammen mit ihrer Lehrerin Claudia Drücker erlebten und gestalten sie einen Unterrichtstag unter freiem Himmel. Angesagt war nämlich die Baumpflanzaktion an den Ahlhorner Fischteichen. Zusammen mit dem Pädagogikzentrum und dem Förderverein der Grundschule Wallschule in Cloppenburg war dieser Praxisunterricht ermöglicht worden.

80 Kinder unterwegs

„Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr für die Schüler der vierten Klassen eine Baumpflanzaktion an den Ahlhorner Fischteichen organisieren konnten“, so Johanna Lehrfeld, Zweite Vorsitzende des Fördervereins. Alle vier Grundschulklassen sollen an dem Angebot des Waldpädagogikzentrums teilnehmen. Das sind in der Summe rund 80 Mädchen und Jungen, die mehr darüber erfuhren, was der Klimawandel ist, wie er entsteht und was man dagegen unternehmen kann, nämlich einen neuen kleinen Wald zu pflanzen.

Nach der Theorie in der „Waldschule“ gleich neben dem Pädagogikzentrum sowie der Beantwortung eines Elf-Punkte-Fragenkatalogs ging es mit drei Kleinbussen zur Pflanzaktion. Vor Ort erklärten die Mitarbeitenden Carola Freise, Lars Wessels und Matti Heinecke den Ablauf.

„Heute wird eure Klasse 500 Bäume pflanzen“, hatte schon vorher Horst Wieting vom Pädagogikzentrum mit einem Zwinkern durchblicken lassen. „Naja, vielleicht sind es auch nur 400. Aber im Schnitt ist es kein Problem, dass jeder von euch gut 20 Setzlingen einpflanzt. Das ist schon recht ordentlich“, sagte er den Kindern.

Die Worte waren Ansporn genug. Voller Eifer griffen die Kinder zu den besonderen Pflanzspaten und packten an, was die Kräfte hergaben. Ein Praxisunterricht, der ankam.

Aktion schon 1988

„Klimaschutz ist und bleibt ein aktuelles Thema“, erklärt dazu Johanna Lehrfeld weiter. „Einige der Mütter aus unserem Förderverein waren selbst als Schüler der Orientierungsstufe im Jahr 1987/1988 in Ahlhorn und durften Bäume pflanzen. Für uns ist deswegen klar, dass wir den Klimaschutz durch solche Aktionen unterstützen möchten und können.“

Wieting: „Neben den Roteichen werden auch Buchen eingebracht. Außerdem werden auf der Fläche zusätzlich noch Kiefern und Birken aussamen. So entsteht hier ein Mischwald.“

Sobald die Pflanzen Blätter treiben, leisteten sie einen ganz wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Leider werde der Waldanteil weltweit aber immer geringer, bedauerte Wieting.

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