Stapelfeld - Momentan wachsen die Formen des Antisemitismus in Deutschland in einem Ausmaß, das für sich genommen schon sehr beunruhigend ist. In seiner Radikalität und aufgrund seines Echos im internationalen Format stellt er eine systematische Bedrohung für die demokratische Ordnung dar. Die Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) stellt in einer zweitägigen Tagung vom 2. bis 3. September in Kooperation mit der Universität Vechta die aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus anhand von Fallstudien in den Fokus, die auch in der medialen Berichterstattung eine große Resonanz gefunden haben. Zugleich wird hierbei die Rolle der politischen Parteien in Deutschland befragt – ob sie in ihrer Programmatik dem Phänomen gerecht werden und warum sie dabei bis dato nur bedingt erfolgreich gewesen sind.
In Vorträgen sollen hierzu Praktiker wie auch Soziologen, Kriminologen und Politikwissenschaftler Stellung beziehen und insbesondere das ideologische Format des Antisemitismus in seiner jetzigen Wirkungsweise aufgeschlüsselt und geeignete Gegenstrategien präsentiert werden.
Der öffentliche Vortrag am 2. September um 19.30 Uhr der Abteilungsleiterin in der Präventionsarbeit am Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Verena Anna Voigt, gibt einen exklusiven Einblick in die Praxis. Die Veranstaltung „Jetzt (schon) wieder: Der Neue (alte) Antisemitismus in Deutschland“ unter der Leitung von KAS-Direktor Dr. Marc Röbel und Prof. Dr. Peter Nitschke von der Universität Vechta wendet sich an politisch Engagierte und Interessierte und möchte zum Gespräch und zur Diskussion anregen. Eingeladen sind Erwachsene, Schüler und Studierende.
Weitere Informationen und Anmeldung bei Ruth Bäker unter 04471 1881140 oder rbaeker@ka-stapelfeld.de oder unter www.ka-stapelfeld.de.
