Elisabethfehn/Barßel - Für den Wassersportverein Elisabethfehn (WSV) ist es ein absolutes Mega-Projekt. Die Skipper vom Kanal wollen auf ihrem eigenen Grundstück an der Schleuse eine neue rund 1000 Quadratmeter große Bootshalle bauen. Die Planungen stellte jetzt 1. Vorsitzender Andreas Prahm in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Tourismus der Gemeinde Barßel am Mittwochabend im Barßeler Pfarrheim vor.
Bootssport boomt
Doch warum braucht der WSV Elisabethfehn überhaupt eine neue Bootshalle? Das kann der 1. Vorsitzende ganz leicht erklären: „Hintergrund ist hier, dass der Bootssport seit Jahren stetig steigt und boomt und entsprechende Winterunterstellplätze für Boote, vor allen Dingen mit ,Gewässeranschluss’ immer weniger und auch teurer werden“, sagt Andres Prahm. Auf der vergangenen Mitgliederversammlung des WSV im Oktober 2021 hatte es einen Antrag gegeben, den schon lange in der Schublade befindlichen Plan zum Bau einer Bootshalle in die Tat umzusetzen. Um das Bauvorhaben umzusetzen hat der Verein extra ein Hallenteam gebildet, dass aus den Mitgliedern Hans Thieben, Franziska Behrends, Andreas Hibben, Günther Meyer und Heinrich Steinemann besteht. Bisher wurden zahlreichen Gespräche mit Behörden und Banken geführt und eine konkrete Planung erstellt.
Die Halle soll auf dem rund 17 300 Quadratmeter großen Grundstück des WSV an der Klosterstraße in Osterhausen entstehen – in direkter Nachbarschaft zur erst kürzlich erneuerten Schleuse. Der Bauteppich soll rund 2000 Quadratmeter enthalten. Vor der Halle soll dann eine Schotterfläche mit einem Waschplatz gebaut werden. „Wir haben bereits Bodengutachten erstellen lassen und die Finanzierung geprüft“, so Prahm weiter. Gerade der letzte Punkt ist für den WSV ein dicker Brocken – der Bau der Halle wird voraussichtlich rund 550 000 Euro Kosten. „250 000 Euro werden durch einen Bankkredit gedeckt, beim Rest hoffen wir auf Fördermittel des Landkreises, der Kommune und des Sportbunds“, sagt der 1. Vorsitzende. Gleichzeitig ist der Verein sich den Risiken der Planung bewusst. „Natürlich kann es sein, dass die Zinsen hochlaufen oder die Halle nicht ausgelastet wird. Aber wir hoffen das Beste“, so Prahm.
Positive Resonanz
Bei den Ausschussmitgliedern stieß das Projekt auf positive Resonanz. „Für den Verein ist das natürlich ein großes Projekt“, sagte Hubert Niemeyer von der Bürgerfraktion. Aber genau dafür sei ja in Elisabethfehn für die Erhaltung des Kanals gekämpft worden. „So bleibt der Wassersport und das Vereinsleben intakt“, sagte das beratende Mitglied Miriam Prahm. In wieweit die Kommune das Projekt fördern wird, wurde noch nicht festgelegt. Die Präsentation des Vorsitzenden diente vorerst nur der Information. Gleichzeitig will sich die Gemeinde offen halten, ob neben der Halle auch noch Wohnmobilstellplätze eingerichtet werden können.
