Bis auf den letzten Platz war die alte Johanniterkapelle in Bokelesch besetzt. Selbst auf der Orgelempore saßen die Besucher in Zweierreihen. Der Grund: Weihbischof Wilfried Theising war zu Gast und feierte mit den mehr als 100 Gläubigen die Sonntagabendmesse. Pfarrer August Vornhusen (91), seit 2001 als Emeritus in Strücklingen und Bokelesch, begrüßte unter dem Applaus der Gläubigen seinen Gast aus Vechta. Sie beide seien die einzigen Malteserritter in der Region, sagte er.

Er freue sich sehr, hier zu sein, bekräftigte Wilfried Theising. Mit den Pfarrern Ludger Becker und Ludger Fischer sei er zwar schon mehrfach hier gewesen, doch Pfarrer Vornhusen habe ihn bei seiner Aufnahme in den Malteser Ritterorden am 17. Juni in Kelevaer dazu eingeladen, einmal mit ihm die Messe in der letzten Johanniterkapelle des Oldenburger Landes zu feiern. Dieser Einladung seines ältesten Pfarrers komme er jetzt gerne nach. Eine gewisse Beziehung zu diesem Ort habe er auch aufgrund dessen Gründungsgeschichte, sagte Theising. Denn die erstmals 1319 urkundlich erwähnte Kommende Bokelesch sei von Johannitern aus seiner Heimatgemeinde Steinfurt gegründet und lange Zeit auch von dort verwaltet worden.

In seiner Predigt ging Weihbischof Wilfried Theising auf das Tagesevangelium (Mt. 15, 21-28) ein, das Jesu’ Begegnung mit der kanaanäischen Frau beschreibt. Aufgrund ihrer Hartnäckigkeit erreicht sie die Heilung ihrer kranken Tochter. „Jede Mutter würde für ihr Kind wohl alles versuchen, um ihm zu helfen“, sagte der Weihbischof. Doch nur quengeln helfe nicht, man müsse auch eine Beziehung zu Gott aufbauen, dann bekomme man immer Hilfe. „Deswegen kommen wir sonntags zusammen, um diese Beziehung zu stärken.“ Und aus dem Gottesdienst könne jeder etwas mitnehmen. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere. „Jesus hat immer etwas für uns bereit.“

Zum Schluss dankte er Pfarrer Vornhusen, der vor 67 Jahren zum Priester geweiht worden war, für seinen langen Dienst in der Seelsorge. Trotz mehrfacher Krankheiten würde er ihn immer noch ausüben. „Unterstützen Sie bitte Ihren Pfarrer bei seiner Arbeit“, bat er die Gläubigen.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirates Saterland, Rosa Strohschnieder, konnte bei der Schnupperstunde „YoungGo“-Reaktivtraining eine große Anzahl an Interessierten im Pfarrheim Ramsloh begrüßen. Nicht nur bei den Senioren war das Kennenlernen der neuen Sportart gefragt, sondern auch bei den jungen Frauen wurde das Interesse geweckt.

Zunächst wurden die Teilnehmer der Schnupperstunde durch eine Power-Point-Präsentation von Maria Jansen theoretisch eingestimmt. Denn nur durch die richtige Handhabung und Körperhaltung sei ein effektives Muskeltraining möglich. Die hantelähnlichen Schwunggeräte, die individuell angepasst wurden, haben es in sich. Denn speziell entwickelte Schwungmassen aus Carbonstahlgranulat im Innern des Gerätes sorgen bei jeder Bewegung für einen zusätzlichen Impuls auf die Muskeln. Das Gewicht der „YoungGos“ kann variabel dosiert werden, ganz einfach und schnell. Das Training mit den Schwunggeräten eignet sich für Anfänger und Profis, für Alt und Jung, für Sportler oder „Couchpotatoes“. Beim „YoungGo“-Training kann gewalkt, gelaufen oder gejoggt werden, aber es lässt sich auch im Sitzen durchführen. Selbst das Gleichgewicht kann trainiert werden.

Je nach Ausführung der Übungen wird mehr als 90 Prozent der gesamten Körpermuskulatur beansprucht und gelenkschonend gekräftigt. Diese Erfahrung haben die 25 Teilnehmer selbst machen können.