Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Blutspenden im Kreis Cloppenburg Wie viele Spender in 2022 fehlten und wie die Situation jetzt ist

Blutspende: Im vergangenen Jahr haben auch im Kreis Cloppenburg deutlich weniger Menschen Blut gespendet.

Blutspende: Im vergangenen Jahr haben auch im Kreis Cloppenburg deutlich weniger Menschen Blut gespendet.

dpa

Cloppenburg/Nikolausdorf - Die Blutspendedienste schlagen Alarm: Die Zahl der Blutspender ist seit Beginn der Corona-Pandemie stark zurückgegangen. Das zeigt sich auch im Landkreis Cloppenburg. So fehlten im vergangenen Jahr mehr als 2000 Spendenwillige im Kreis, berichtet Markus Baulke, Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes, auf Nachfrage unserer Redaktion – fast 15 Prozent.

Auswirkungen auf die Versorgung im Krankenhaus hat das bislang aber nicht. Im Cloppenburger St.-Josefs-Hospital hat Geschäftsführer Andreas Krone jedenfalls keinen Engpass festgestellt: „Wir sind ausreichend mit Blutkonserven versorgt.“

Erwartet waren im Landkreis 13 700 Spender, gekommen waren zu den Spendenterminen 11 696. Im Jahr zuvor waren noch 14 095 Menschen zur Ader gelassen worden.

Noch nicht über den Berg

„Zur Sicherung der Blutversorgung über alle Blutgruppen benötigen wir in unseren Depots einen Mindestbestand von 10 000 Konserven“, erklärt Baulke. Der optimale Bestand liegt bei 16 000 bis 18 000 Konserven. „Zwischenzeitlich lagen wir bei 7000 Präparaten und konnten unsere Kliniken bei einigen Blutgruppen nur eingeschränkt versorgen“, berichtet der Sprecher des Blutspendedienstes. Über die Institute in Springe und Dessau werden Kliniken in Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen versorgt.

Aktuell habe sich der Präparatebestand auf 8500 erhöht. „Wir sind aber noch nicht über den Berg.“ Der Bedarf wird auch in den kommenden Wochen noch sehr hoch sein. Konkret sind im vergangenen Jahr 112,5 Spender im Schnitt zu jedem Termin erschienen. Dabei konnte der sehr hohe Schnitt von 120,9 Besuchern pro Termin zu Beginn des Jahres allerdings nicht gehalten werden und fiel zum Ende 2022 auf 109,3 Spender pro Besuch.

Sehr gut besucht war der letzte Blutspendetermin kurz vor Silvester in Molbergen mit 166 Spendern. Allerdings waren auch das weniger als im Rekordjahr 2021. „Wir merken schon, dass in diesem Jahr weniger Menschen Blut spenden“, sagte seinerzeit Franziska Osterloh, Teamleitung des Blutspendedienstes Springe bzw. der Entnahmestation Rastede, die regelmäßig in Molbergen die Blutentnahmen durchführen.

Termin in Nikolausdorf

Einen deutlichen Spender-Rückgang durch Corona hatte auch Franz Koddenberg, der die Blutspende-Termine in Nikolausdorf organisiert, festgestellt. Er freute sich, beim jüngsten Blutspendetermin wieder 106 Spenderinnen und Spender in Nikolausdorf begrüßen zu können – darunter etliche „Wiederholungstäter“ und fünf Erstspender. Martin Tapken ließ sich zum 75. Mal Blut abzapfen und erhielt dafür ein Präsent.

Mit der Zahl der Spender liegt der Landkreis Cloppenburg im Vergleich allerdings sehr hoch. Im Niedersächsischen Landesschnitt besuchten im vergangenen Jahr 88,9 Menschen jeden Blutspendetermin.

In Oldenburg zählte das DRK zu Beginn des vergangenen Jahres 90,8 Spender Termin, zum Ende des Jahres waren es noch 70,8.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Dortmunds Karim Adeyemi (Mitte l) in Aktion. Der BVB setzt sich ein zweites Mal gegen Paris Saint-Germain durch und steht damit im Finale der Champions League.

SIEG GEGEN PARIS SAINT-GERMAIN Dortmund steht im Finale der Champions League

Heinz Büse Jan Mies
Paris
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg