Gehlenberg - 50 Jahre ist es her, dass Maria und Gerhard Hilling aus Gehlenberg kirchlich getraut wurden. Bereits ein Jahr zuvor gaben sich die beiden das Ja-Wort auf dem Standesamt.
Kennengelernt hat sich das Paar bereits in der Jugendzeit. Es habe allerdings einen Abend gegeben, an dem es dann gefunkt hätte, erinnert sich Maria Hilling: „Wir waren am zweiten Weihnachtstag auf einer Tanzveranstaltung in der Gaststätte Jansen und am Ende hat Gerd mich nach Hause gebracht.“ „Seit dem waren wir ein Paar“, sagt Gerhard Hilling und lächelt seine Frau an.
Der 75-Jährige wuchs in Hilkenbrook ohne Vater, der im Krieg gefallen war, auf. Nach der Schule machte er in Lindern zunächst eine Lehre zum Schmied, bevor er als Schlosser in Spelle arbeitete. Der Wehrdienst verschlug den jungen Mann dann nach Munster. Im Anschluss nahm er eine Stelle in Garrel an und war am Aufbau des Betonwerkes Rolfes beteiligt. In dem Unternehmen arbeitete Gerhard Hilling bis zum Erreichen des Rentenalters in leitender Position als Betoningenieur.
Seine Frau Maria wuchs als Einzelkind in dem Haus in Gehlenberg auf, in dem das Ehepaar heute noch lebt. Auch sie verlor ihren Vater früh und arbeitete deshalb schon früh im Edewechter Unternehmen Meica, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Während dieser Zeit heiratete sie ihren heutigen Mann und brachte 1969 ihre Tochter Annegret auf die Welt. Das Paar hat mit Sohn Hermann 1973 ein weiteres Kind bekommen und ist mittlerweile stolz auf die drei Enkelkinder Niclas, Lavinia und Ole.
Handarbeit ist ein großes Hobby von Maria Hilling. Darüber hinaus engagiert sie sich mit anderen Gehlenberger Frauen ehrenamtlich im Elisabethhaus in Friesoythe. Zusammen verbringt das Paar viel Zeit im Garten und beim Radfahren.
Bei der Frage, was eine gute Ehe ausmacht, sind sich die beiden sofort einig. „Man muss immer zusammenhalten und sich gegenseitig den Rücken frei halten“, sagt Maria Hilling. Ihr Mann nickt und ergänzt: „Wir haben uns auch mal die Meinung gesagt. Am Ende ist es aber wichtig, dass man nachgeben kann und nicht versucht, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.“
