Cloppenburg - Zwei Leerstände in der Cloppenburger Fußgängerzone sind jetzt beseitigt worden. Nach mehr als 27 Jahren ziehen Carsten von Hammel, Geschäftsführer von „Geo Reisen“, und dessen Team im März aus ihrem Büro „Am Capitol“ 14 auf 110 Quadratmeter in die Lange Straße 41 um. Dieses Wohn- und Geschäftshaus gehört der Familie von Hammel. In dem 2016/2017 errichteten Neubau bot bis vor einigen Monaten die Cloppenburger Arko-Filiale Kaffee und Confiserieartikel auf einer Verkaufsfläche von 60 Quadratmetern an. Am 8. Oktober 1994 hatten Carsten von Hammel und sein damaliger Büroleiter Hans-Jürgen Kaphengst „Geo Reisen“ am Capitol eröffnet. Dreimal – 2009, 2013 und 2017 – war das Büro im Laufe der Jahre erweitert und saniert worden.
„Eyes+more“
Und auch das Ladengeschäft an der Langen Straße 31 bis 33, in dem bis zum 23. Dezember der Filialist Schuback eine Parfümerie und ein Kosmetikstudio betrieb, ist schnell wieder vermietet worden. Zurzeit laufen die Sanierungs- und Einrichtungsarbeiten auf Hochtouren, damit in Kürze der Optiker „Eyes+more“ dort einziehen kann. „Eyes+more“ ist eine internationale Handelskette von Augenoptik-Fachgeschäften. Filialen gibt es in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Österreich. Mit mehr als 200 Stores in Deutschland zählt das Unternehmen zu den vier größten Optikerketten. In Deutschland ist es seit 16 Jahren am Markt.
Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin ist die Eröffnung des 90 Quadratmeter großen Geschäfts für den 10. März geplant. „In der Regel werden die Stores innerhalb von drei bis vier Wochen umgebaut.“ Das Verkaufs- und Optiker-Team werde aus vier bis sieben Mitarbeitern bestehen.
Leerstände im Carré
Unterdessen gibt es offenbar für die Leerstände im „Carré Cloppenburg“ an der Soestenstraße 11/11a noch keine Lösung. Der Hauptmieter Kaufland hat sich nach der Eröffnung im November 2017 und anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen offenbar auf dem Lebensmittel-Markt in Cloppenburg etabliert.
Dagegen zeigt sich in der Mall ein unschönes Bild: Nachdem bereits die Andreas-Apotheke ihr Geschäft zum 30. März 2019 geschlossen hatte, folgte der Tabak-, Lotto- und Zeitschriftenladen „Geco“.
Im „Bistroland“, Nachfolger des Feinkostgeschäfts „Olivia“, herrscht dagegen Betrieb: Döner sowie andere orientalische und mediterrane Speisen gibt es hier. Und auch im China-Imbiss „Eurasia-Point“ wird weiterhin fleißig gebrutzelt.
Dagegen ist der kleine Präsentations-Shop von Plissee-Flix 24.de schon wieder geräumt. Auch dies war bereits das zweite Geschäft an diesem Mall-Standort, zuvor hatte sich hier ein Schlüsseldienst befunden.
Schon eine gefühlte Ewigkeit herrscht am Bäckerstand Leere: Hier hatte die Firma Punte mit Stammsitz in Schneiderkrug im November 2017 eine Filiale eröffnet. Und auch in einem Geschäft für Disney-Produkte und andere Spielwaren ist Schluss. Zudem ist das Cloppenburger Geschäft von Klier, mit mehr als 800 Filialen Deutschlands größte Friseurkette, schon länger geschlossen.
Verträge enden nicht
Dass die Inhaber für ihre Mall-Shops allesamt Fünf-Jahres-Verträge abgeschlossen haben (die somit nach Informationen unserer Redaktion im Laufe dieses Jahres ausgelaufen wären), dementierte am Mittwochabend Peer Schlinkmann, Pressesprecher der DIC Asset AG. Dem mit seiner Zentrale in Frankfurt ansässigen, börsennotierten Immobilien-Unternehmen gehört das Carré Cloppenburg. „Es gibt keine Mietverträge, die 2022 auslaufen“, so Schlinkmann.
Hintergrund: Unlängst hatte in der Cloppenburger Geschäftswelt das Gerücht die Runde gemacht, dass Kaufland alle leerstehenden Mall-Flächen anmieten wolle, um sie dann kostenfrei für sechs Monate an interessierte Kleinunternehmer abzugeben. So wolle Kaufland das unschöne Bild in seinem Eingangsbereich schnell korrigieren, hieß es.
Kaufland dementiert
Doch auch an diesem Gerücht ist nichts dran: „Wir sind in Cloppenburg nur Mieter unserer eigenen Filiale. An der Nachmiete der anderen Mietflächen sind wir nicht interessiert“, erklärte eine Kaufland-Sprecherin klipp und klar auf Nachfrage unserer Redaktion.
