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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Saterfriesisch: 268 000 Euro für Forschungsprojekt

01.11.2012

Saterland /Oldenburg Sie ist eine der am stärksten bedrohten Minderheitensprachen Europas: Saterfriesisch, die einzige noch heute gesprochene Ausprägung des Ostfriesischen. So heißt es in einer Mitteilung der Universität Oldenburg. Mit der Erforschung der sprachlichen Situation des Saterlandes setzen sich jetzt Wissenschaftler der Oldenburger Uni in einem Forschungsprojekt auseinander. Es heißt „Lautliche und prosodische Variation im Saterland: Saterfriesisch, Niederdeutsch, Hochdeutsch“ und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit über 268 000 Euro gefördert. Angesiedelt ist das Projekt am „Schwerpunkt Niederdeutsch und Saterfriesisch“ der Universität Oldenburg unter der Leitung von Professor Dr. Jörg Peters.

Peters und die Sprachwissenschaftler Dr. Wilbert Heeringa und Heike Schoormann untersuchen in den kommenden drei Jahren die regionalen Unterschiede in der Aussprache des Saterfriesischen und analysieren den Einfluss von Niederdeutsch und Hochdeutsch auf die Minderheitensprache.

„Niederdeutsch und Hochdeutsch bilden die primären Kontaktsprachen des Saterfriesischen. Sie werden von allen Sprechern des Saterfriesischen als Zweit- und Drittsprachen gesprochen“, erklärt Peters. Hauptaugenmerk der Forscher liegt auf den Vokalsystemen der drei Sprachen: In den Dörfern Scharrel, Ramsloh und Strücklingen werden die Wissenschaftler Tonaufnahmen durchführen und die Daten akustisch auswerten. „Durch die Untersuchung erhalten wir Aufschluss darüber, ob sich die Aussprache des Saterfriesischen bei jüngeren Sprechern im Wandel befindet, wie weit das Saterfriesische in den drei Ortsdialekten variiert, und welche Rolle hierbei das Niederdeutsche und das Hochdeutsche als Kontaktsprachen spielen“, so Peters. Die Ergebnisse des Projekts seien nicht nur für die beteiligten Fachwissenschaften von Bedeutung, sondern auch für die Planung und Evaluierung von Spracherhaltsmaßnahmen.

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Seit 2007 leitet Peters den „Schwerpunkt Niederdeutsch und Saterfriesisch“ der Universität Oldenburg. Dieser bietet neben Sprachkursen ein Schwerpunktstudium Niederdeutsch an. Dieses befähigt zukünftige Lehrer, Niederdeutsch an Schulen zu unterrichten. Im nächsten Jahr bietet das Institut für Germanistik mit finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen weitere Qualifikationsmaßnahmen für Lehrer im Bereich Niederdeutsch an. Das Schwerpunktstudium Niederdeutsch ist in Niedersachsen bislang einmalig.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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