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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Nervenkitzel: 400 Fallschirmspringer trotzen dem Wind

25.07.2011

STAATSFORSTEN Der freie Fall ist für die meisten Fallschirmspringer der absolute Kick. So auch für Hans-Jürgen Burke aus Lindern. Seit 1995 ist er Mitglied bei der Fallschirmsportgruppe Wildeshausen. Seit seiner Bundeswehrzeit ist er diesem Sport treu geblieben. „Außerdem wollte ich schon als Kind Pilot werden“, sagte Burke. Den Schein für Flugzeuge bis fünf Tonnen hat er mittlerweile gemacht. So gehört er zu den beiden Piloten der Fallschirmsportgruppe Wildeshausen, die in Varrelbusch ein eigenes Flugzeug besitzt. „Das freie Gefühl beim Fallen und das anschließende Schweben über die Landschaft machen das Fallschirmspringen zu einem Hochgenuss“, so Burke.

Auch für den 1. Vorsitzendes der Fallis, Thomas Drees (Cloppenburg), ist Fallschirmspringen ein tolles Erlebnis. Am Wochenende hatte der Verein zu einem Biwak auf das Flugplatzgelände in Varrelbusch eingeladen. Einmal im Jahr findet diese Veranstaltung statt. 400 Teilnehmer waren diesmal gekommen. Als Attraktion hatte der Verein ein Flugzeug der Pink-Flotte gemietet. In diesem Flugzeug können mehr als 20 Springer auf einmal starten. Während das vereinseigene Flugzeug eine Höhe von 3000 Meter erreicht, schafft es „Pink“ auf 4000 Meter.

Während man für einen Einzelsprung 30 Euro zahlen muss, kostet ein Tandemsprung bis zu 200 Euro. Gerade durch einen Tandemsprung kommen viele neue Mitglieder zum Fallschirmspringen. Beim Tandemsprung wird der „Neuling“ fest mit einem erfahrenen Springer verbunden. Bei dem nicht gerade idealen Sprungwetter am Wochenende benötigten die Tandemspringer gerade bei der Landung die Unterstützung von Vereinsmitgliedern. Denn ansonsten hätte durch den starken Wind der Schirm nach der Landung weitergeweht werden können.

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In der Vergangenheit waren die Fallschirme aus Seide. Heute sind sie aus Nylon und kosten bis zu 5000 Euro. Bevor ein Springer alleine aus einem Flugzeug springen darf, muss er eine Prüfung machen. Neben einer flugärztlichen Untersuchung muss eine theoretische und praktische Prüfung abgelegt werden. „Die Kosten können sich auf bis zu 1000 Euro belaufen“, sagte Vorsitzender Drees. Der Springer muss weiter mindestens 16 Jahre alt sein und bis zur Prüfung 25 Sprünge absolviert haben.

Die Fallschirmsportgruppe Wildeshausen mit Sitz in Staatsforsten hat 50 Mitglieder. Davon sind ein Drittel Frauen. Die Saison geht von März bis Oktober, und dabei können bis zu 100 Sprünge durchgeführt werden.

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