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NWZonline.de Region

Durch Schwächen stärker werden

03.11.2017

Altenoythe Fähigkeiten aufzeigen, aktivieren und entwickeln, die zu konstruktiver Interaktion beitragen und positive Entwicklungsprozesse anregen: das ist die zentrale Aufgabe der Methode Marte Meo (übersetzt: „aus eigener Kraft“). Entwickelt hat sie Maria Aarts, Pädagogin und Direktorin von Marte Meo Internationale aus Eindhoven (Niederlande) Ende der 70er Jahre. Entstanden ist sie aus Aarts’ Arbeit mit autistischen Kindern und Jugendlichen. Ursprünglich diente die Methode dazu, Eltern einen besseren Kontakt zu ihren Kindern zu ermöglichen. Mittlerweile wurde sie auch auf andere Praxisfelder ausgeweitet und wird aktuell in 41 Ländern weltweit eingesetzt, unter anderem in Krippen, Schulen, Jugendhilfe, Alten- und Krankenpflege. So auch beim Caritas-Verein Altenoythe.

Seit gut zwei Jahren bietet der Verein seinen Mitarbeitern Fortbildungen in dieser Methode an. Am Donnerstag konnten die Teilnehmer nun ihre Zertifikate im Bildungs- und Veranstaltungshaus Altenoythe im Rahmen einer Feierstunde entgegennehmen. Insgesamt nahmen 15 Frauen und ein Mann teil: jeweils acht am Marte-Meo-Therapeutenkursus (mit Prüfung) und am Marte-Meo-Basiskursus.

Ausgehändigt wurden die Zertifikate von Referentin Stefanie Lönnecke und Bernhard Hempen, Bereichsleiter Kinder, Jugendliche und berufliche Bildung im Caritas-Verein. Lönnecke arbeitet in der Sprachheilambulanz des Caritas-Vereins als Marte-Meo-Supervisorin und Logopädin.

Die 16 Teilnehmer der beiden Kurse

Marte-Meo-Basiskursus: Maria Theresia Stoppel, Andreas Dierkes, Natascha Lüken, Marie Kühling, Gisela Seppel, Monika Raikowsky, Eva-Maria Röttgers, Christina Schamberg

Marte-Meo-Therapeutenkursus: Sandra Zeqo. Annemarie Bödecker-Schulz, Petra Hömmen, Elke Möhle, Elisabeth Tebben, Anja Warnken, Ann-Christine Siemer, Stefanie Menke

Zwei neue Marte-Meo-Basiskurse starten im Februar 2018. Erstmals sind auch externe Teilnehmer eingeladen. Die Kurse finden an sechs Terminen bis Ende August statt. Weitere Infos bei Stefanie Lönnecke unter Telefon   04471/ 918035 oder stefanie.loennecke@caritas-altenoythe.de.

Bei Marte Meo handelt es sich um eine videogestützte Methode, die den Blick auf das Zwischenmenschliche richtet. Anhand der Videos schaue man sich selber an und gucke, was man verbessern könne, sagt Lönnecke. Fehler würden dabei als Entwicklungschancen gesehen. „Marte Meo schafft einen neuen, positiven Blick auf seine eigenen Schwäche“, sagt sie. Auch vorhandene Stärken werden erkannt, die konkrete Hinweise für entwicklungsförderndes Verhalten geben. In den Video-Besprechungen erhalten die Teilnehmer dann Handlungsempfehlungen.

Probleme, die einem im Leben begegnen, ermöglichen Wachstum und Weiterentwicklung. So soll Marte Meo leicht verständliche praktische Kenntnisse zur Anregung und Unterstützung von Entwicklungsprozessen vermitteln. Und die Lösungsmöglichkeiten würden Mut machen, so Lönnecke.

Die Marte-Meo-Methode wird bereits im Kindergarten St. Marien in Sedelsberg und in der Kindertagesstätte „Die Arche“ in Cloppenburg über den Caritas-Verein angewandt. Ab Februar können sich auch weitere Externe – Eltern oder Fachpersonal – zu den Marte-Meo-Basiskursen anmelden (siehe Info-Box). In diesem erwerben die Teilnehmer die grundlegenden Kenntnisse der Mathode. Der Therapeutenkursus hingegen qualifiziert Absolventen dazu, die Marte-Meo-Videoberatung eigenständig anzuwenden.

„Marte Meo ist angekommen. Ich merke das und werde oft angerufen von Institutionen und Privatpersonen“, freut sich Lönnecke, die Aarts gerne bald einladen würde, um das, was sie entwickelt hat, auch in den anderen Bereichen des Caritas-Vereins einsetzen zu können.

Tanja Mikulski
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2902

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