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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Bildung: Auf Praktikum in England folgt Palma de Mallorca

02.05.2014

Friesoythe Mit reichlich neuen Erfahrungen sind jetzt neun Schüler der Berufsbildenden Schulen an der Thüler Straße in Friesoythe zurück aus England und Spanien gekommen. Die Schüler – Auszubildende zu Industriekaufleuten oder zu Bürokaufleuten – absolvieren an den Berufsbildenden Schulen die Zusatzqualifikation „Kauffrau/Kaufmann für internationale Geschäftstätigkeit“, die auf ein Schuljahr angelegt ist. Teil dieser Qualifikation ist ein dreiwöchiges Auslandspraktikum.

Im Gespräch berichteten die Schüler nun über das Praktikum, das sie in Südengland in der Nähe von Southhampton absolvierten. Damit die Verständigung an den Praktikumsstellen funktioniert, polierten die 18 bis 23 Jahre alten Auszubildenden ihre Englisch-Kenntnisse zunächst in einem Sprachkursus auf. Die dort erlernten Redewendungen seien sehr hilfreich für den Alltag in den Unternehmen gewesen, berichtete Nathalie Korporal. Die Rhauderfehnerin war in der Verwaltung eines Vier-Sterne-Hotels direkt am Meer eingesetzt und schwärmt: „Die Leute dort waren super nett.“ Begeistert seien sie darüber gewesen, wie schnell die Auszubildende gearbeitet habe.

Sandra Wohlers (Kampe) und Christin Peters (Altenoythe) bekamen eine Art Arbeitsvermittlung zugewiesen. Dort hatten sie Bewerbungen in ein System einzutragen und Informationen über Firmen zu recherchieren.

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Auf einem ehemaligen Bauernhof, der zu einem Streichelzoo umgebaut worden war, konnte Torben Claassen aus Harkebrügge seine Kreativität einbringen. Er habe geholfen, einen Farmtag, an dem kleine Kinder beim Füttern der Tiere helfen können, zu strukturieren.

Als „sehr aufmerksam“ bezeichnete Lukas Köster aus Markhausen die Gastfamilien, in denen die Auszubildenden während ihres dreiwöchigen Aufenthalts untergebracht waren. Etwas irritierend fand Maik Preut aus Neuvrees aber die Bilder der Königsfamilie an den Wänden und die dicken Teppiche überall. Interessant sei auch die Begegnung mit anderen Praktikanten in der Familie gewesen: Jungen Menschen aus Ungarn sei er begegnet, aber auch einigen aus Wildeshausen. Lukas Köster: „Ich kann so einen Auslandsaufenthalt nur jedem empfehlen.“ Patrick Wohlers aus Kampe, der bei einem Blockheizkraftwerk-Hersteller ausgebildet wird, absolvierte sein dreiwöchiges Praktikum in Boston bei einem Zulieferer.

Nach einer kurzen Zwischenstation in der Heimat ging es für die Azubis für vier Tage nach Spanien, um die Kenntnisse ihrer zweiten Fremdsprache Spanisch zu verbessern und sie auf die Abschlussprüfung vorzubereiten, sagte Oberstudienrat Georg Stolle, der gemeinsam mit Lars Murra, Studiendirektor, die Schüler auf ihren Fahrten begleitet hatte. In Palma de Mallorca sei es darum gegangen, die Schüler mit Sprachsituationen zu konfrontieren. Sie mussten sich auf Spanisch präsentieren, sich den Weg von Spaniern erklären lassen oder mit einem Kellner über Preise verhandeln. „Ich war positiv überrascht, wie gut das geklappt hat“, sagte Georg Stolle.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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