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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Eine FSJ-Stelle für jeden Kindergarten

20.11.2019

Barßel Die Anzahl der Betreuungsplätze für Kinder in ganz Deutschland steigt in den vergangenen Jahr kontinuierlich an. Dafür braucht es aber auch mehr Personal – doch es wird immer schwieriger, diese wichtigen Stellen mit Erzieherinnen und Erziehern zu besetzen. Der Fachkräftemangel im Kindergartenbereich ist längst da. Dieser macht auch vor der Gemeinde Barßel nicht Halt. Um diesen Fachkräftemangel jetzt entgegenzuwirken und jungen Menschen das Berufsbild des Erziehers oder der Erzieherin wieder schmackhaft zu machen, hat sich der Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Gemeinde Barßel in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig dafür ausgesprochen, in allen fünf Kindergärten der Gemeinde Barßel eine FSJ-Stelle zu schaffen.

Die Maßnahme geht auf einen Antrag der katholischen Pfarrei St. Ansgar zurück, in allen vier katholischen Kindergärten die entsprechende Stelle einzuführen. „Die jetzige Situation ist schon angespannt. Wir sollten diese Stellen jetzt unbedingt einrichten“, sagte CDU-Ratsherr Hans Geesen. Dem konnte Beate Dirkes, Leiterin des Kindergartens „Heilige Familie“ und beratendes Mitglied des Ausschusses nur zustimmen. „Wir hatten bei uns schon viele Praktikanten, die gerne geblieben wären und ein FSJ gemacht hätten – es gab nur keine Stelle dafür. Dazukommen immer wieder Anrufe von jungen Menschen, die nach einer FSJ-Stelle fragen“, so Dirkes. Ähnlich sah es die SPD-Fraktion – sie ging aber noch einen Schritt weiter. „Wir haben mit FSJlern immer gute Erfahrungen gemacht. Doch wir sollten hier alle Kindergärten gleichbehandeln und somit auch den Jona-Kindergarten mit einbeziehen“, sagte Judith Vey-Höwener von der SPD.

Dabei gibt es aber ein Problem. Mit den beiden Kirchengemeinden hat die Gemeinde Barßel unterschiedliche Verträge abgeschlossen, die die Finanzierung solch einer Stelle regelt. Für die Einrichtungen in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde ist in einem Rahmenvertrag und der entsprechenden Ergänzungsvereinbarung aus 2019 geregelt, dass die Finanzierung der Kosten für solche Kräfte mit 85 Prozent bei der Kommune und mit 15 Prozent bei der Kirchengemeinde liegen. Für den evangelisch-lutherischen Jona-Kindergarten würde die Kostenlast mit der gegenwärtigen Vertragsgestaltung zu 100 Prozent bei der Gemeinde Barßel liegen.

Michael Sope, Erster Gemeinderat der Gemeinde Barßel, bestätigte am Dienstag auf Nachfrage der NWZ, dass die Kommune bereits Kontakt mit Pastor Thomas Perzul von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Elisabethfehn aufgenommen hat, um ebenfalls die 85/15-Prozent-Regelung zu vereinbaren. „Sollte die Kirchengemeinde dies verneinen, müsste der Antrag und der Beschluss aus dem Fachausschuss im Verwaltungsausschuss neu beraten werden“, erklärt Sope.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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