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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Sporthalle wird Großbaustelle

21.02.2018

Barßel Es ist „die“ Investition in diesem Jahr. Die Sanierung der Drei-Feld-Sporthalle in Barßel nimmt 2018 den größten Posten im Haushalt der Gemeinde ein. Um sich ein Bild von den umfassenden Sanierungsarbeiten zu machen, trafen sich am Montagabend der Schulausschuss und der Ausschuss für Kultur, Sport und Tourismus zu einer gemeinsamen Sitzung im Barßeler Rathaus.

Domino-Effekt

„Wir haben es hier mit einem typischen Domino-Effekt zu tun. Stein des Anstoßes waren dabei die sich auflösenden Lager der Hallendachkonstruktion, die die Statik des Gebäudes beeinträchtigen“, sagte Bernd von Sass vom Planungsbüro MRO aus Oldenburg, dessen Firma mit der Erstellung des Sanierungskonzeptes beauftragt wurde. Schon jetzt sei bei einer Schneelast von mehr als 20 Zentimetern und ab Windstärke 7 eine sichere Nutzung des Sporthalle nicht mehr gewährleistet. „Um die Lager zu erneuern, muss man die ganze Dachkonstruktion anheben. Dabei sind Folgeschäden nicht auszuschließen. Gleichzeitig gibt es in der 30 Jahre alten Halle zahlreiche andere Baustellen“, so von Sass.

Tribüne verkleinern

Konkret heißt das: Neben dem Dach soll auch der Hallenboden erneuert werden. Weitere Investitionen: Prallschutz, Sportgeräte, Sanierung der Nebenräume und Umkleiden, Bau eines behindertengerechten Sanitärbereichs für beide Geschlechter. Die Tribüne soll hingegen etwas verkleinert werden. „Zurzeit können dort fast 200 Leute untergebracht werden. Ich würde empfehlen, dies auf 150 bis 160 Leute herunterzusetzen, damit man so nicht unter die Versammlungsstättenverordnung fällt“, fügte von Sass hinzu. Dazu soll auch die Fenster- und Türenfront am Verteilergang erneuert werden. Durch eine energetische Sanierung soll dort auch in Zukunft verhindert werden, dass die Fenster in diesem Gang permanent beschlagen sind.

Die gesamte Maßnahme soll um die 3,5 Millionen Euro kosten. „Die hohe Summe lässt natürlich die Frage aufkommen, ob man nicht dann besser eine ganz neue Halle bauen könnte. Davon würde ich aber abraten“, so von Sass. Allein der Abriss würde laut Planungsbüro rund 250 000 Euro kosten – das liegt nicht zuletzt daran, dass das Hallenbad und die IGS direkt an die Sporthalle angebaut sind.

Als Bauzeit ist rund ein Jahr vorgesehen – nach den Sommerferien soll es losgehen. „Damit fällt natürlich eine ganze Hallensaison flach. Doch wir sind schon in der Planung, den Schulsport unter anderem in der Turnhalle der Marienschule stattfinden zu lassen. Für den Vereinssport sind wir in Gesprächen mit der Nachbargemeinde“, sagte Bürgermeister Nils Anhuth.

Inklusion in Diskussion

Für Diskussionen zwischen den Ausschussmitgliedern sorgte die Inklusion und der damit verbundene Platz für Zuschauer mit Behinderung in der Sporthalle. „Aus bauchlicher und finanzieller Sicht würden wir davon abraten, die oben liegende Tribüne auch inklusiv zu nutzen. Ein Lift wäre äußerst schwierig zu installieren“, so von Sass. Für den Planer kommen nur Lösungen im Erdgeschoss in Frage. „Man könnte einen Geräteraum als kleine Tribüne freimachen, doch durch die Stützen wäre die Sicht nach links und rechts beschränkt. Der beste Platz nach meiner Meinung wäre auf dem sechs Meter breiten Streifen neben dem Spielfeld“, so von Sass. Für Schulausschussvorsitzende Judith Vey-Höwener (SPD) klingt dies nicht optimal. „Ich würde es lieber sehen, wenn Menschen mit Behinderung unter den anderen Gästen sitzen würden.“ Auch die favorisierte Lösung am Spielfeldrand traf nicht bei allen Ausschussmitgliedern auf fruchtbaren Boden. Letztendlich entschied man sich aber für diese Variante.

Bauausschuss gründen

Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder für das Sanierungskonzept aus. Wie in der Vergangenheit bei größeren Baumaßnahmen üblich, soll ein Bauausschuss gebildet werden. Nach einer Diskussion über die Teilnehmerzahl, einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, dass dem Ausschuss der Bürgermeister, je ein Vertreter der drei Fraktionen, ein Vertreter der IGS und der Sportvereine angehören sollen.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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