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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Mit offenen Augen durch das Netz

27.06.2019

Barßel Die sozialen Netzwerke haben das Internet verändert. „Es gibt schon Sechsjährige, die bei Facebook oder Instagram angemeldet sind. Auch Babys können schon I-Pads bedienen. Die Entwicklung ist rasant“, sagt Gerd Binder. Der Polizeioberkommissar ist für die Präventionsarbeit im Nordkreis Cloppenburg tätig und war am Donnerstag zu Gast an der IGS Barßel.

„In manchen WhatsApp-Gruppen wurden auch schonmal Nacktbilder herumgeschickt“, sagte eine Schülerin. Für Gerd Binder ein gutes Stichwort. „Ihr müsst euch immer bewusst sein, was ihr im Internet von euch alles Preis gebt. Jede Social-Media-App auf dem Smartphone lebt davon, dass ihr der App Zugang zu Fotos und Videos gewährt. Und die können blitzschnell in die falschen Hände geraten“, so Binder. Um dies zu veranschaulichen zeigte der Polizeibeamte den Schülern Videos. Unter anderem einen Film, wo sich ein Junge vor der Webcam seines Laptops unbekleidet zeigt und dies an eine Unbekannte schickt. Ein paar Minuten später am Mittagstisch erkennt er a der Kleidung, dass es sich um seine Schwester handelt. „Im Internet ist man oft anonym. Ihr müsst euch immer im klaren darüber sein, dass ihr nicht wisst, wer euch gegenübersteht“, appellierte Binder an die Schüler.

Das zweite große Thema: Gewalt. „Ich hab schon mal ein Video gesehen, da wurde in Amerika jemand einfach verbrannt“, sagte Giovanni, Schüler der 6c. Allein das Besitzen von gewaltverherrlichenden Videos ist strafbar. „Wenn ihr solche Videos weiterschickt macht ihr euch ebenso strafbar. Genauso sieht es mit Fotomontagen aus, wo zum Beispiel menschenähnliche Wesen drauf zu sehen sind. Ein Zombie ohne Kopf ist auch ein Gewaltvideo“, klärt Binder die Schüler auf.

Ebenfalls ging es am Donnerstag um das Thema Datenschutz. „Im Internet seid ihr an vielen Stellen gläsern. Ihr müsst mir euren Daten sehr vorsichtig umgehen und am besten so wenig wie möglich Preis geben. Ihr wisst nie wo ihr damit landet“, so Binder. Ein Beispielfilm dazu zeigte auf, dass eine Lehrerin beim Elternsprechtag durch soziale Netzwerke mehr über einen Schüler wusste, als diesem lieb war.

Fotos sind in Zeiten der neuen Datenschutzgrundverordnung ebenfalls Thema für die Schüler. „Ihr habt euer Recht am eigenen Bild. Bis ihr volljährig seid, zählt auch der Wille eurer Eltern“, so Binder weiter. Deswegen musste auch für das oben stehende Bild zu diesem Bericht erstmal geklärt werden, für welche Schüler Gruppenaufnahmen in der Klasse erlaubt sind und für welche nicht.

All diese Punkte fallen an der IGS Barßel unter das Stichwort „Cybercrime“. Damit beschäftigen sich die Schüler aller sechsten Klassen der IGS momentan intensiv. Unter anderem haben sie schon den Roman „Vernetzt gehetzt“ von Judith Le Huray gelesen, in dem es um Cybermobbing im Schulalltag geht. Zusammen mit einer Theaterpädagogin lernten die Schüler in kleinen Rollenspielen, wie man sich in Konfliktsituationen am besten verhält.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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