• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
E-Paper wird an diesem Freitag für Sie freigeschaltet
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 9 Minuten.

Mögliche Verzögerungen Bei Gedruckter Nwz
E-Paper wird an diesem Freitag für Sie freigeschaltet

NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Wenn die Hetze im Netz immer schlimmer wird

08.06.2019

Barßel Eigentlich läuft für David alles rund. Er ist in der Schule beliebt, erfolgreich im Fußballverein und auch mit den Mädels läuft es. Gleichzeitig macht er sich in den sozialen Netzwerken aber immer wieder über Mitschüler lustig – er veröffentlicht oft bloßstellende Fotos im Netz. Doch schnell wendet sich das Blatt und bald wird David zum Gejagten. Das unbekannte „Schillergirl“ verbreitet Lügen über ihn Netz. David wird vom Täter zum Opfer – ein Opfer von Cybermobbing. David ist übrigens nicht real – er ist die Hauptfigur im Roman „Vernetzt gehetzt“ von Judith Le Huray, der zurzeit auch die Schüler der sechsten Klassen der IGS Barßel im Deutschunterricht beschäftigt.

„In dem Buch hat man gemerkt, wie schnell sich alles drehen kann. Man konnte gut merken, wie sich David auf einmal fühlte“, sagte Schülerin Julina. Zusammen mit ihren Klassenkameraden und Klassenlehrerinnen Cathrin Elsen (6d) und Ute Stoffers (6b) ist sie sich einig, dass das Buch gut auf die wichtige Thematik „Cybermobbing“ hinweist. „Man konnte sehr gut verstehen, wie stark man durch so etwas verletzt werden konnte“, fügte Mia hinzu. Johannes gefiel an dem Buch besonders das tragische Ende.

Doch komplett kann die Schüler ein Buch nicht vor dem Thema schützen – eine praktische Umsetzung musste her. Deswegen war in dieser Woche die freie Theaterpädagogin Birgit Spielvogel aus Westoverledingen an der IGS zu Gast, um den Schülern auch praktisch zu zeigen, wie man sich vor Mobbing schützen kann und wie man sich fühlt, wenn man selbst das Opfer ist.

In kleinen Rollenspielen wurden verschiedene Situationen dargestellt. Tritte, Schläge oder auch nur das einfache Filmen von unangenehmen Situationen – all das kann für ein Opfer zur buchstäblichen „Hölle“ werden. Das ging auch an den Schülern nicht spurlos vorbei. „Man sollte immer sofort einen Lehrer oder, wenn man nicht in der Schule ist, einen Erwachsenen rufen, wenn so etwas passiert“, sagte Henning. Einen Schritt weiter wäre Mathis gegangen. „Ich hätte dem Opfer sofort geholfen und wäre dazwischen gesprungen“, sagt der Schüler der 6d. Um das noch besser nachfühlen zu können, haben die Schüler eine Chatgruppe gegründet, in der jemand beschimpft und beleidigt wurde. Die Texte dafür haben sich die Schüler selbst ausgedacht und dann nachgespielt. Dann haben andere Schüler als Publikum nach Auswegen und Lösungen gesucht.

Damit die Situationen auch genau analysiert werden konnten, ließ Spielvogel die Szenarien einfrieren, so dass die Schüler genau sehen konnten, welches Handeln welche Auswirkung haben könnte. Gleichzeitig sensibilisierte Spielvogel die Schüler auch, nicht zu viele Daten, Fotos und Videos im Netz von sich preiszugeben und immer daran zu denken, dass ein bloßstellendes Foto im Netz immer mehr Leute erreichen kann als man ahnt.

Der Workshop mit der Theaterpädagogin wurde auch durch Mittel des Fördervereins der IGS Barßel ermöglicht.


Ein Video aus dem Unterricht sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2906
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.