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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

CDU möchte Marienschule einzäunen

30.08.2019

Barßel Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Barßel möchte das komplette Schulgelände der Grundschule (Marienschule) Barßel mit einem Zaun versehen. Begründet wird ihr Antrag damit, dass in der Vergangenheit immer wieder Glasflaschen im Spielbereich der Kinder mutwillig in den Abendstunden zerschlagen wurden. Dies berge ein hohes Unfallrisiko für die Schüler.

„Es gibt immer wieder Probleme auf dem Schulhof, der teilweise täglich mit Glas, Pizza-Kartons und anderen Utensilien übersät ist“, nahm der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Warnken in der Sitzung des Schulausschusses am Mittwoch in der Mensa des Schulzentrums nochmals mündlich Stellung zum Antrag. Täglich müssten Lehrkräfte und Schulhausmeister die Gegenstände aufsammeln. „Ein unhaltbarer Zustand“, so Warnken. Durch einen Zaun könnte das Problem entschärft werden.

„Ein Zaun löst nicht das Problem, sondern verschärft höchstens noch das Klima“, sagte Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos) dazu. Zudem stelle sich die Frage, ob die Kinder einen Zaun möchten. „Bringt mir als Kind der Zaun Sicherheit, oder bin ich dann eingesperrt?“ Das Problem müsse an der Wurzel gepackt werden, argumentierte Anhuth. Und der Schulhof der Marienschule sei nicht gerade der „Hotspot“ der Kriminalität.

Auch seitens der Polizei seien bisher keine größeren Vorkommnisse gemeldet worden. Unabhängig von der Höhe würde ein Zauns nicht verhindert, dass Gegenstände auf das Schulgelände gelangen könnten, sprach sich der Bürgermeister gegen eine Einzäunung aus. Der Gemeinde seien außerdem keine größeren Zerstörungen bekannt. Zudem wolle man ja gerade in den Nachmittagsstunden den Spielplatz für die Öffentlichkeit frei halten.

Gleichwohl wollte Anhuth nicht in Abrede stellen, dass sich dort in gewisser Regelmäßigkeit schulfremde Personen aufhalten. „Vielleicht sollten wir die Dinge etwas maßvoller sehen und nur den Innenhof der Schule einzäunen. Gerade im Bereich der Fahrradständer sind schon Trinkgelage festzustellen, und Jugendliche verschanzten sich dort“, sagte Hans Geesen (CDU). „Wir sollten uns bei der Schulbereisung vor Ort noch einmal die Situation genau anschauen, um dann vielleicht zu einer einheitlichen Meinung zu kommen.“

„Man kann unseren Schulhof nicht gerade als Brennpunkt bezeichnen. Sicherlich liegen Utensilien auf dem Schulhof, auch Scherben. Aber bisher hat es dadurch noch keine Verletzungen gegeben“, meinte Olaf Dielenschneider, Lehrer an der Barßeler Grundschule und hinzugewähltes Ausschussmitglied. Der Pädagoge setzt eher auf Prävention durch Schulsozialarbeit und auf Gespräche mit den Personen, die sich dort herumtreiben, als auf eine Einzäunung.

„Durch einen Zaun wird man das Problem nicht lösen, sondern nur verlagern. Zudem bietet ein Zaun an einer Schule nicht gerade ein schönes äußeres Bild“, meinte Gunda Schröder (SPD). „Wer auf den Schulhof will, der lässt sich auch von einem Zaun nicht abschrecken. Wir müssen die Kinder nicht einzäunen“, meinte Annegret Meyer von der Bürgerfraktion.

Die CDU-Fraktion lenkte ein und der Antrag wurde mit Mehrheit in die nächste Schulausschusssitzung verwiesen. Lediglich Ausschussvorsitzende Judith Vey-Höwener (SPD) lehnte den Antrag der Union grundsätzlich ab.

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