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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Spende darf kein Tabu-Thema mehr sein

11.10.2018

Barßel Die Organspende ist immer noch ein Thema, mit dem sich die Menschen nicht gerne beschäftigen. Mehr als 11 000 Menschen warten in der Bundesrepublik Deutschland auf ein Spenderorgan. Doch die Zahl der Spender hält sich in Grenzen. „Vielen Menschen fällt es schwer, über das Thema zu sprechen, da dies bedeutet, dass man sich mit dem Tod auseinandersetzen muss. Außerdem gibt es Ängste und Vorbehalte“, meinte Knud Linnert aus Bollingen, Referent von Transplant-Kids, Verein Selbsthilfe für organtransplantierte Kinder, Jugendliche und deren Eltern, in seinem Vortrag zum Thema „Organspende“ im Pfarrheim Barßel. Eingeladen dazu hatte der CDU-Gemeindeverband Barßel in Zusammenarbeit mit der Barßeler Kolpingfamilie. Dass man sich nicht gerne mit seinem eigenen Tod beschäftigt, zeigte die geringe Resonanz an dieser Veranstaltung. Dabei sei es aber sehr wichtig, dass sich jeder aktiv mit dem Thema Organspende auseinandersetze. Die Infoveranstaltung trug einiges dazu bei, dass Bewusstsein dafür zu schaffen.

In dem Vortrag informierte Knud Linnert über den Ablauf einer Organspende sowie über das Leben eines Transplantierten vor und nach der Spende. „Die Informationen sollen helfen, die persönliche Entscheidung – Organe spenden, ja oder nein – zu treffen. Er selbst ist betroffener Vater, denn seine Tochter erfuhr eine Lungentransplantation und erfreut sich heute des Lebens. Organspende heißt „Leben und Zukunft“ geben.

„Eine schwere Erkrankung oder ein Unfall – jeder von uns kann plötzlich auf die lebensrettende Spende einer Niere, eines Herzens oder zum Beispiel einer Leber angewiesen sein. Deshalb ist es wichtig, sich für einen Organspendeausweis zu entscheiden“, so Linnert. Nur wenn viele Menschen bereit sind, Organe zu spenden, kann auch vielen geholfen werden. Die Organspende ist freiwillig und eine persönliche Entscheidung. „Dies berücksichtigt das Transplantationsgesetz, das die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen klar regelt“, macht der Referent deutlich. Eine Organspende komme auch nur in Frage, wenn eine Lebensrettung nach allen intensiven medizinischen Maßnahmen nicht mehr möglich ist.

Ob der Vorschlag, dass jeder künftig Organspender sein wird, solange nicht ausdrücklich persönlich oder durch Angehörige widersprochen wurde, ließ bei Linnert einige Zweifel aufkommen. Bisher sind Entnahmen in Deutschland nur möglich, wenn jemand zustimmt.

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