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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Doppelte plattdeutsche Freude

13.11.2017

Bösel Der 21. Borsla-Preis, der von der Borsla-Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur Bösel ausgelobt wurde, wurde geteilt und an zwei Autoren vergeben. Zur Preisübergabe im Heimathaus in Bösel am Samstagabend um „Klock säben Uhr“ konnte „Vörsitter“ Dr. Josef Willer viele Gäste begrüßen, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und Christoph Eilers. Die Jury mit Erhard Brüchert (Edewecht), Günter Kühn (Oldenburg), Prof. Dr. Eberhard Ockel (Vechta) und Prof. Dr. Hermann Gelhaus (Bösel) hatten sich für Carl Groth aus Hamburg und Dietrich H. Schmidt aus Leer entschieden. Den Preis von jeweils 1000 Euro hatte in diesem Jahr die Gemeinde Bösel gestiftet.

Die Laudatio hielt Hermann Gelhaus. Carl Groth ist bereits 2006 mit dem Borsla-Preis ausgezeichnet worden. Er ist Hamburger mit „schleswig-holsteinischen“ Wurzeln. Er schreibt platt- und hochdeutsche Kurzgeschichten, Novellen, Gedichte, Glossen und Hörspiele. Er ist Architekt in Ruhestand. Gruth ist ebenfalls Preisträger von „Vertell doch mal“ vom NDR, 1996 erhielt er den Freudenthal Preis. Den diesjährigen Borsla Preis erhielt er für den Text „Ehr lessde Stünn“. „Carl Groth hat für seinen Text ein Thema gewählt, das immer aktuell ist, nämlich Tod und Sterben“, so Gelhaus. Groth gestalte die oft hilflosen Versuche, den Prozess des Sterbens bewusstseinsmäßig zu entschärfen, indem ihn kommunikativ überspiele.

Diedrich H. Schmidt wurde für seine Erzählung „Dat Wicht mit de Katte“ ausgezeichnet. Er habe sich nach Meinung der Jury nicht nur von der Weltliteratur inspirieren lassen, sondern auch von der bildenden und malenden Kunst. Schmidt ist ein ehemaliger Schulassistent und hat den Freudenthal-Preis bereits dreimal bekommen. Weiter ist er Preisträger vom Fritz Reuter-Preis, von der Jungen Dichtung Niedersachsen und Preisträger des Förderpreis der Niedersächsischen Landesregierung. Den „geteilten Borsla Preis“ überreichten Dr. Josef Willer und der stellvertretende Bürgermeister Heiko Thoben.

Als Festredner konnte Landrat Johann Wimberg gewonnen werden. Er lobte die Borsla Vereinigung, die sich für das Plattdeutsche nicht nur in Bösel, sondern auch über die Grenzen hinaus und in andere Bundesländer hinaus einsetze. Er gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der plattdeutschen Sprache. „Plattdeutsch gibt die Möglichkeit, sich besonders mitzuteilen“, so Wimberg. Früher sei das Plattdeutsche auch Amtssprache gewesen. „Der Borsla Preis ist sehr wichtig, um diese Sprache zu fördern“, so Wimberg weiter. Leider gehe der Trend der Plattsprechenden zurück. Es gäbe aber viele Initiativen, das Plattdeutsche zu erhalten. „Dazu gehören die plattdeutschen Lesewettbewerbe oder das plattdeutsche Jahr im Oldenburger Münsterland“, führte Wimberg aus. „Das Niederdeutsche ist ein Teil unserer Kultur“, schloss er mit einem Zitat von Altbundeskanzler Helmut Schmidt seine Festrede. Musikalisch wurde die Feierstunde von Christoph Tiemann aus Barßel gestaltet.

An diesem Freitag, 17. November, wird im Radio auf NDR 1 von der Borsla-Preisverleihung in einer Sondersendung von 19 bis 20 Uhr berichtet.

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