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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Die Bundestagswahl von morgen

17.08.2017

Bösel Das Ende einer Unterrichtseinheit in der Schule bildet im Normalfall die oftmals gefürchtete Klassenarbeit. Im Politikunterricht der Jahrgänge neun und zehn der Oberschule Bösel soll das diesmal anders sein. Auf die Schüler wartet keine Klassenarbeit, sondern eine Wahl.

Grund dafür ist, dass die Oberschule an der Juniorwahl, einem Projekt zur politischen Bildung, teilnimmt. Ziel des Projekts ist es, an die parlamentarische Demokratie heranzuführen und langfristiges Interesse an der Politik zu entwickeln. Juniorwahlen werden immer parallel zu anstehenden Wahlen in Deutschland durchgeführt, in diesem Fall parallel zur Bundestagswahl. An der eigentlichen Wahl dürfen sich die Schüler in diesem Jahr noch nicht beteiligen, so gesehen findet in Bösel am 14. September die „Bundestagswahl von morgen“ statt.

In Bösel wird nun zum ersten Mal an dem Projekt teilgenommen, und das mit etwa 140 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen neun und zehn. Konrektorin Rebecca Kins freut sich bereits auf die Wahl: „In der vergangenen Woche sind die Wahlurnen, Wahlkabinen und Stimmzettel eingetroffen. Es kann losgehen“.

Inzwischen nehmen schon 3.385 Schulen an der Juniorwahl teil. Dass die Oberschule Bösel ebenfalls dazuzählt, hat sie Hermann-Josef Jöring zu verdanken. Er erklärte sich bereit, der Schule die Teilnahme an dem Projekt zu finanzieren. Dafür musste er eine Juniorwahl-Aktie erwerben. Diese Aktien ermöglichen eine Teilnahme an dem Projekt. „Ich finde es wichtig, den Kindern zu zeigen, was möglich ist, wenn man zur Wahl geht, was die eigene Stimme verändern kann“, erklärt Jöring, der auch als Hausmeister an der Schule tätig ist.

Zur Vorbereitung auf die Wahl erhält jede Schule Materialien für den Unterricht. In Bösel haben sich die Schüler bereits im vergangenen Schuljahr mit der anstehenden Bundestagswahl beschäftigt. “Wir haben im Politikunterricht Gruppen gebildet, jede Gruppe hat dann in Referaten eine Partei, deren Programme und Spitzenkandidaten vorgestellt“, sagt Gerrit Höffmann, der zusammen mit seinen Klassenkameraden für die Organisation der Wahl zuständig ist. Wahlvorstand und Wahlhelfer stellen die Schulen bei der Juniorwahl nämlich selbst. So lernen die Jugendlichen die Abläufe in den Wochen vor einer Wahl und am Wahltag sehr gut kennen. Yasmin Müller, die Mitte September als Wahlhelferin tätig sein wird, findet gerade diesen Aspekt des Projekts sehr sinnvoll. „Ich finde das wirklich interessant, auch hinter die Kulissen einer Wahl zu schauen“, merkt die Schülerin an.

Um das Ergebnis dann schlussendlich erfahren zu können, müssen die Schüler bis zum 24. September, dem Tag der eigentlichen Bundestagswahl, warten. „An dem Sonntag werden um 18 Uhr die Ergebnisse der Juniorwahl veröffentlicht“, erklärt Rebecca Kins. Danach soll die Wahl zur entsprechenden Nachbereitung vorerst weiterhin ein Teil des Unterrichts bleiben. Interesse an dem Thema scheinen die Schüler auf jeden Fall mehr als ausreichend mitzubringen.

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Oberschule Bösel | Bundestagswahl

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