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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Süßes Babylächeln mit Wirkung

20.06.2019

Bösel Aufregend: Das Blitzlichtgewitter beim Pressetermin fordert Henris ganze Aufmerksamkeit. Gespannt reckt er, gerade fünfeinhalb Monate alt, das Köpfchen in Richtung der Fotografen. „Henri ist ein richtiger Strahlemann“, sagt Christine Raker, Erzieherin im „Märchenland“ der Kindertagesstätte St. Anna. Seit Ende März besucht Henri mit seiner Mutter Mona Tangemann die Mädchen und Jungen in der Kindergartengruppe für jeweils rund 20 Minuten. Die beiden sind Teil des Projekts „Babywatching“.

Vor zwei Jahren hatten die Erzieherinnen Doris Johannes und Ulla Aumann das Projekt in der Kita angestoßen und ließen sich zu Gruppenleiterinnen ausbilden. Eine Mutter machte mit ihrem Baby den Anfang. Die übrigen Erzieherinnen überzeugte das „BASE-Babywatching“ schnell und sie ließen sich ebenfalls ausbilden. Mittlerweile besuchen neben Henri auch die Zwillinge Nele und Anna mit ihrer Mutter Maren oder ihrem Papa Christian Albers ebenfalls die Kindertagesstätte – wobei die Zwillinge in getrennten Gruppen sind, nämlich im „Regenbogenland“ und in der Gruppe „Traumwolke“.

Das Projekt diene der Vorbeugung von aggressiven und ängstlichen Verhaltensstörungen, erklärt Einrichtungsleiterin Ulla Peters. Die Kinder beobachten aus dem Stuhlkreis um eine Schaumstoffmatte herum die Interaktion zwischen Eltern und Babys, sehen, wie sie spielen, kuscheln oder die Babys gefüttert werden. Sie werden auch gemessen und die Kinder stellen fest, was das Baby dazugelernt hat. Alles wird in einem kleinen Ordner festgehalten.

Vorab hatten die Kindergartenkinder gemeinsam mit den Erzieherinnen bestimmte Verhaltensregeln festgelegt: Die Babys, in der Regel im Alter von einem Monat bis etwa zum ersten Geburtstag, werden nicht angefasst und die Kinder bleiben auf ihren Stühlen sitzen, steht etwa darin. Die Kinder helfen auch bei den Vorbereitungen des Besuchs und legen die Matte aus, auf der die Babys liegen können.

Ziel des Projekts sei es, so Ulla Aumann, die Fähigkeit und Bereitschaft der Kinder, Empfindungen, Gedanken sowie Emotionen anderer Personen zu erkennen und zu verstehen. Zudem würden die Kinder aufmerksamer, weniger ängstlich und feinfühliger.

„Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht“, schildert Ulla Aumann. Die Empathiefähigkeit werde entwickelt und gefördert. Und das zeige sich auch im Verhalten der Kinder untereinander, hat sie beobachtet.

Mona Tangemann war schon zu Besuch in der Kita, als Henri noch in ihrem Bauch war. In der Kindergartengruppe, sei er „glücklich“, berichtet die junge Mutter. Zum Beweis schenkt Henri ihr ein breites Lachen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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