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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Mehr Zeit durch weniger Ärger

13.03.2019

Cloppenburg Was ärgert mich und warum? Wie kann ich Konflikten im beruflichen und privaten Alltag richtig begegnen? Antworten auf diese Fragen und konkrete Lösungsvorschläge gab es bei der Fachtagung „Ärger war gestern – Wie Sie Konflikte ’liebevoll-rücksichtslos’ bewältigen können“ für Mitarbeiter in Krippe und Kindergarten. Rund 150 Gäste kamen am Dienstag zu dieser Veranstaltung der Volkshochschule (VHS) Cloppenburg ins Cloppenburger Kreishaus.

Ärger sei im Zusammenleben mit anderen Menschen immer präsent, sagte Ulla Meyer-Burke, Fachbereichsleiterin bei der VHS Cloppenburg. Es stelle sich die Frage, wie man mit diesem Ärger richtig umgehe – denn niemandem tue Ärger gut. Die Fachtagung solle Impulse geben, Ärger zu minimieren, und mit Themen aus der Praxis für die Praxis zur Diskussion anregen.

Erster Kreisrat Ludger Frische war angetan von den vielen Teilnehmern, die hoch motiviert und engagiert – in der Arbeit und Fortbildung – seien. Da der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen weiter steige, seien gut ausgebildete und engagierte Erzieher, die in den Einrichtungen zum Wohle der Kinder wirkten, besonders wichtig.

Zunächst referierte Trainer und „Ärgerminimierer“ Philipp Karch aus Berlin unter den Titeln „Ärger war gestern“ und „Was mich ärgert, entscheide ich!“ über Konfliktbewältigung und Ärgerprävention. Die anderen seien ein Spiegel für einen selbst und den eigenen Ärger, erklärte Karch: Nur über das, was man an sich selbst bemängele oder als Defizit erkenne, ärgere man sich.

Er stellte unter anderem auch das Anti-Ärger-Modell vor, das Ärger minimieren und Konflikte lösen soll. Der erste Schritt sei das Deeskalieren, das heißt den Konflikt nicht zu verschlimmern, sondern zu stabilisieren: durchatmen und nichts sagen. Dabei komme es jedoch auf die Länge der Sprechpause an, denn „Schweigen ist Zustimmung“. Es folgt das Analysieren („das innere Aha“), um den Konflikt verstehen zu können. Beim Minimieren geht es darum, das „eigene Ärgerlevel runterzubringen“, um dann im nächsten Schritt den Konfliktpartner mit der eigenen Einstellung zu konfrontieren.

Karch erläuterte den Zuhörern verschiedene Konfrontationsstrategien, wie die sachlich-ehrliche Aufklärung, das schlagfertig-humorvolle Kontern und das nonverbale Irritieren durch Körpersprache. Frühzeitig sollte man sich überlegen, wie man sich im Falle des Scheiterns der Konfrontation anschließend positioniert und verhält: akzeptieren, tolerieren, den anderen verbannen oder selbst gehen.

Karch ging auch verschiedenen Konfliktursachen auf den Grund und erläuterte, wie die eigene Haltung und das Verständnis von Rollen, Zielen, Kommunikation, Methodik oder Bedürfnissen zu Auseinandersetzungen mit den Mitmenschen führen können. Gefühle wie Wut, Trauer, Scham, Ohnmacht oder Angst steckten hinter Konflikten, für die emotionale Kompetenz entscheidend sei. Wer den eigenen Ärger minimiere, trete souveräner auf und verschwende zudem deutlich weniger Zeit und Energie.

Am Nachmittag ging es für die Teilnehmer in die Workshops zu Themen wie Medien in der frühkindlichen Bildung, Selbstbehauptungsprogramme und Beschwerderechte für Kinder, freies Erzählen, eine friedliche Streitkultur, älter werden im Beruf oder Kinder und Natur.

Neele Körner Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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