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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Evangelische Kirche Will Zahlen: Schwedenheim-Zukunft wohl doch gesichert

08.11.2019

Cloppenburg Die Evangelische Kirchengemeinde Cloppenburg will ihren Anteil von 245 000 Euro am Neubau des Kindergartens Schwedenheim übernehmen und somit die Zukunft der Einrichtung in ihrer Trägerschaft sichern. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Gemeindekirchenrates am Mittwochabend, das unter anderem Kreispfarrer Michael Braun und Cloppenburgs Pfarrer Wolfgang Kürschner am Donnerstagmorgen bei einem Pressegespräch vorstellten.

Noch am Montag hatte Kürschner in der Sitzung des Stadtrates vorgetragen, dass die Synode beschlossen hatte, sich nicht mehr finanziell an Neubauten von Kindertagesstätten zu beteiligen. Der Stadtrat wollte bewilligen, 90 Prozent der Baukosten in Höhe von 2,45 Millionen Euro zu zahlen, und hatte dies auch am Ende einer längeren Diskussion mehrheitlich beschlossen. Allerdings wollte Kürschner mit seinem Vortrag am Montag eigentlich klar stellen, dass die Evangelische Kirche vor Ort nach dem Beschluss aus Oldenburg keine Möglichkeit hat, um den Eigenanteil finanzieren zu können.

Der Gemeindekirchenrat musste sich also in seiner Sitzung am Mittwoch damit befassen, dass die Stadt „nur“ 90 Prozent der Baukosten trägt. „Wir haben sachlich geschaut, ob wir uns auf diese Vorgabe einlassen wollen und können. Da gab es nicht viel zu diskutieren, es war klar, dass wir den Kindergarten in Cloppenburg behalten wollen“, beschreibt Kürschner die Sitzung.

Einstimmig sei deswegen der Beschluss gefallen, die Mittel für den Neubau selbst aufzubringen. Dazu seien noch Gespräche mit der Kirche in Oldenburg nötig, die angekündigt hatte, keine Baugenehmigung auszusprechen, solange die Finanzierung nicht geklärt sei. „Wir müssen da in Gesprächen eine Ausnahme von der Regel finden. Es ist aber auch klar, dass der Synodenbeschluss keinen gültigen Vertrag aushebeln kann“, sagt Kürschner im Hinblick auf den Vertrag zwischen Stadt und Kirche bezüglich der Trägerschaft des Schwedenheims.

Der Synodenbeschluss war nötig geworden, da die Evangelische Kirche in fast jedem Bereich Sparmaßnahmen verordnet habe, erläutert Kreispfarrer Braun. Es sei allerdings auch nicht üblich, dass sich die Kirche am Neubau einer Kita beteilige. Häufig baue die Kommune und suche sich dann einen Träger – oder die Kirche baut das Gebäude, das dann von der Kommune gemietet wird. Die Regelung in Cloppenburg, dass der Träger zehn Prozent der Baukosten übernimmt, sei im Oldenburger Land einmalig, so Kürschner.

Eine einmalige Stimmung – aber eher im negativen Sinne – herrschte in den vergangenen Tagen im Kindergarten. Viele Eltern und auch die Erzieher seien besorgt gewesen, sagt Kindergartenleiterin Ilona Klement. „Eine Mutter sagte sogar, dass sie umziehen würden, wenn der Kindergarten geschlossen würde“, berichtet Klement. 125 Kindergartenplätze gibt es im Schwedenheim. In der kommenden Woche sollen die Eltern in einer Versammlung über die Neuigkeiten informiert werden.

Informieren müsse man nun auch die Stadt, dass doch eine Lösung fürs Schwedenheim gefunden wurde. „Die Planungen können beginnen“, freut sich Kreispfarrer Braun.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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