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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Sozialarbeit-Aus: Kreis unterstützt Schüler-Protest

05.07.2019

Cloppenburg „Der Landkreis Cloppenburg unterstützt den Protest der Schülerinnen und Schüler für die Schulsozialarbeit an der Berufsbildenden Schulen Technik Cloppenburg voll und ganz“, erklärte Kreisrat Neidhard Varnhorn in einer am Donnerstag von der Kreis-Pressestelle veröffentlichten Mitteilung.

Wie berichtet hatten rund 50 junge Frauen und Männer, die die BBS Technik Cloppenburg besuchen, am 28. Juni dem Kreis 589 Unterschriften übergeben. Die Unterzeichner fordern die Fortführung der so genannten Sprintklassen, in denen es zusätzliche Angebote – insbesondere Sprachhilfen – für Jugendliche mit Förderbedarf gibt.

Die finanzielle Förderung, für die das Kultusministerium zuständig ist, sei jetzt ausgelaufen, erklärte Kreis-Dezernent Ansgar Meyer, der die Unterschriften entgegengenommen hatte, am 28. Juni auf NWZ-Nachfrage. Der Landkreis habe bereits vor Wochen einen Brief ans Land geschrieben, um in Erfahrung zu bringen, ob es eine Anschlussfinanzierung aus Hannover geben werde, so Meyer. Eine Lösung stehe bislang noch aus.

Darüber hinaus wollen die Schüler auch das seit vier Jahren in der schuleigenen Bibliothek bestehende Selbstlern- und Förderzentrum erhalten wissen. Das geht aus einem schriftlichen Appell der Schüler „an die Akteure der Bildungslandschaft in Cloppenburg“ hervor. Die Verträge der engagierten und beliebten Betreuungskräfte Angelika Lange und Hayat Duran sind ausgelaufen.

Es könne nicht sein, so Varnhorn, dass immer wieder Projekte vom Land angeschoben und dann in der Hoffnung eingestellt würden, dass andere Ebenen deren Fortsetzung bezahlten. „Wenn wir immer wieder die Finanzierung von Aufgaben des Landes übernehmen, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn solche Machenschaften beim Land Schule machen.“ Negative Beispiele gebe es bereits, so der Kreisrat. Nicht der Kreis habe die Finanzierung dieser Schulsozialarbeit eingestellt, sondern das Land. Das Kultusministerium sei daher der richtige Adressat für den berechtigten Protest der Schüler, den der Landkreis uneingeschränkt unterstütze.

Die Kreisverwaltung – so Kreis-Pressesprecher Frank Beumker – habe den Protestbrief der Schüler bereits am vergangenen Dienstag gegenüber der Schulleitung beantwortet. Das Thema der drohenden Einschnitte bei der Förderung von neuzugewanderten Schülerinnen und Schülern an den Berufsbildenden Schulen durch das Auslaufen der Sprint-Klassen zum Schuljahresende 2018/19 sei bereits seit Jahresbeginn auf unterschiedlichen Ebenen zwischen Kreisverwaltung und den Berufsbildenden Schulen im Landkreis Cloppenburg thematisiert worden. Auch habe sich Landrat Johann Wimberg im Schulterschluss mit 15 weiteren Landräten aus dem Nordwesten Niedersachsens bereits im Mai an Ministerpräsident Stephan Weil und den niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne gewandt und eine auskömmliche Finanzierung der Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen gefordert.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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