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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Ehrenamt: Wie Unterstützung von hier in Indien hilft

02.08.2018

Cloppenburg /Patna Das Schulsystem in Indien soll besser werden. Was wie ein frommer Wunschtraum klingt, packt der gebürtige Cloppenburger Benjamin Scholz mit seinem Verein „Nitya Bal Vikas Deutschland“ (NBV) an. Scholz legte 2012 sein Abitur am Clemens-August-Gymnasium ab, gründete den Verein mit einigen Mitstreitern und setzt seit Juni 2015 Projekte für eine bessere Zukunft in Indien um.

In Zusammenarbeit mit dem „Project Sleep Well“ konnte der Verein im Januar und Februar 2017 Schlafsäcke für 157 Obdachlose in Neu-Delhi finanzieren. Außerdem konnten dank Unterstützern und Partnern in Indien 20 indigene Frauen in Näh-, Schneider- und Alphabetisierungskursen weitergebildet werden.

Zur Finanzierung dieser Projekte kann Scholz, der derzeit in Münster Jura studiert, auf Unterstützung aus der Heimat zählen: Erst im Juni schnürten Schüler, Lehrer und Ehemalige beim Spendenlauf während des Wandertages am Clemens-August-Gymnasium die Laufschuhe für den guten Zweck. Die genaue Spendensumme steht erst Anfang des neuen Schuljahres fest. Sowohl Scholz als auch die organisierenden Lehrer waren begeistert von der Resonanz.

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Da der Verein nachhaltig helfen möchte, hat er nun die Unterstützung einer sogenannten Denkfabrik aufgenommen. Mit der indischen Organisation Prayatna wurde das „Bihar Education Policy Center“ in der Hauptstadt des Bundesstaates Bihar eröffnet. Der Bundesstaat gehört laut Scholz zu den ärmsten Gegenden in Indien.

„In den staatlichen Stellen fehlt häufig das Know-How, wie gute Bildung aussieht. Wir wollen den Behörden beratend zur Seite stehen“, erläutert der Student.

So sollen beispielsweise die Behörden bei der Formulierung von Gesetzen und Verordnungen unterstützt werden. Der Verein will mithilfe der Denkfabrik Reformen aktiv voranzutreiben, die das Schulsystem grundlegend verbessern. Auch sollen weitere Projekte wie beispielsweise ein Mentoren-Programm an den Schulen initiiert werden.

Konkret finanziert der Verein das Gehalt des Leiters der Einrichtung, Rakesh Kumar Rajak. „Das Geld fließt auch in die Einrichtung, wir übernehmen Verwaltungskosten und hatten einen Projektmanager angestellt“, erläutert Scholz. Rajak selbst ist ein Beispiel dafür, wie steinig der Weg der guten Bildung in Indien sein kann. Er wuchs auf dem Land auf, besuchte marode Schulen und erreichte nur dank viel Fleiß und Durchhaltevermögen einen Universitätsabschluss.

„Die Mittelschicht hat sich längst aus dem öffentlichen System verabschiedet. Was wir sehen ist eine Segregation, die den Armen faire Zukunftschancen raubt“, so Scholz. Gemeinsam mit einem Team aus Deutschland und Indien will der Verein nachhaltig das Bildungssystem ändern, anstatt die Schulen „nur“ mit Spenden zu unterstützen.

„Wir haben dicke Bretter zu bohren. Wir setzen auch auf die Vernetzung mit anderen Einrichtungen“, blickt Scholz in die Zukunft. Anfang 2019 will er sich vor Ort einen Eindruck vom Projekt machen.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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