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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Dürfen Schüler für günstigere Flüge schwänzen?

19.06.2019

Cloppenburg Früher in die Ferien starten, weil sich so bei der Reise viel Geld sparen ließe, obwohl die Klassenkameraden noch die Schulbank drücken – das ist an Cloppenburger Schulen kein Problem.

Zu Beginn der Ferienzeit hat unsere Zeitung nachgefragt, ob es in Cloppenburg viele Schüler gibt, die verbotenerweise ihre Ferien verlängern. Dabei gibt es die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, damit Schüler für eine bestimmte Zeit der Schule fern bleiben können, erläutert Oberschuldirektor Johannes Bockhorst von der Oberschule Pingel-Anton. „Diese Anträge gibt es hin und wieder, da gibt es aber relativ klare Bestimmungen, wann so einer Befreiung von der Schule zugestimmt wird“, so der Schulleiter. Diese Anträge wäre nach dem Gefühl des Lehrers aber früher häufiger gestellt worden.

Möglich ist eine Befreiung nur, wenn es dafür einen richtigen und wichtigen Grund gibt: beispielsweise eine Beerdigung oder die Möglichkeit, einen Verwandten das letzte Mal vor dem Tod zu besuchen, berichtet Bockhorst. „Eine Befreiung weil der Flug günstiger ist, ist keine Option. Das gilt übrigens auch für Lehrer“, so der Cloppenburger Schulleiter. Erst einmal sei es vorgekommen, dass sich am Pingel-Anton ein Schüler krank gemeldet hätte, um dann in den Urlaub zu fliegen. In diesem Fall meldete die Schule den Vorfall bei der Stadt – die dann ein Ordnungswidrigkeitenverfahren anstrebt.

Als „nicht besorgniserregend“ bezeichnet Simone Hegger-Flatken, stellvertretende Schulleiterin an der Marienschule Cloppenburg, die Anzahl der Fälle, in denen Schüler geschwänzt haben, um früher in den Urlaub zu fliegen. „An Flughäfen oder anderen Örtlichkeiten wird ja mittlerweile auch kontrolliert. Das Schwänzen geht dann nicht ohne Ärger vonstatten“, so die Lehrerin.

Für die Fridays-For-Future-Demos blieben nur vereinzelt Schüler dem Unterricht fern. In diesen Fällen seien die Eltern informiert worden. Freitags-Schwänzer sind der Stadt Cloppenburg im Übrigen nicht gemeldet worden, berichtet Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese. Er spricht darüber hinaus von Einzelfällen, in denen Schüler der Schule fern blieben, um die Ferien zu verlängern. Das Bußgeld, dass bei dieser Ordnungswidrigkeit verhängt wird, richtet sich laut Wiese nach der Schwere des Schwänzens. Diese fängt laut Informationen des Landkreises Cloppenburg bei etwa 20 Euro an und kann bis zu 500 Euro gehen.

An der BBS Technik gebe es lediglich Einzelfälle, „bei denen man skeptisch hinschauen sollte“, sagt Schulleiter Heinz Ameskamp, wenn sich kurz vor den Ferien jemand krankmeldet. „Das Problem ist, das zu beweisen.“ Wenn bekannt werden würde, dass ein Schüler geschwänzt hat, würde das ans Ordnungsamt weitergeleitet werden, so Ameskamp weiter. „Denn das darf nicht sein, dann öffnet man Türen und Tore.“ In denv vergangenen Jahren sei aber kein Fall bekannt geworden. Bei den Ausbildungsklassen sei das kein Problem. Denn die müssen zur Arbeit, wenn Ferien sind.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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