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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Millionen für Kinderbetreuung

17.11.2018

Cloppenburg Zwei Kindertagesstätten-Neubauten bekommt die katholische Kirchengemeinde St. Marien. Das hat der städtische Sozialausschuss am Donnerstag jeweils einstimmig beschlossen.

Zum einen wird die Kindertagesstätte in Bethen, die zurzeit noch ihre Heimat an der Pastor-von-Hammel-Straße 2 hat, durch einen Neubau am „Lütken Weg“ ersetzt. Das alte Gebäude hatte sich nicht mehr erweitern lassen, in dem neuen sollen künftig zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe eine Heimat finden. Die Baukosten liegen nach derzeitigen Schätzungen des Architekten bei 1,945 Millionen Euro, 90 Prozent soll die Stadt übernehmen.

Und auch der Kindergarten „Kunterbunt“, der Mädchen und Jungen aus dem „Dreiländereck“ Hoheging (Gemeinde Emstek), Kellerhöhe (Stadt Cloppenburg) und Bürgermoor (Gemeinde Garrel) betreut, soll in einen Neubau umziehen. Das derzeitige Gebäude, das in Kellerhöhe steht, sei nur mit einem kaum zu vertretenden Aufwand zu erweitern und zu sanieren, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Deshalb habe man sich mit dem Bischöflich-Münsterschen Offizialat in Vechta sowie den Gemeinden Emstek und Garrel auf einen Neubau für zwei Gruppen in Hoheging verständigt, der nach derzeitigen Planungen 1,1 Millionen Euro kosten soll. Die eine Hälfte teilen sich Cloppenburg, Emstek und Garrel, die andere machen sie anhand der Einwohnerzahlen der jeweiligen Kommune unter sich aus. Nach momentanem Stand der Dinge kommen auf die Stadt Cloppenburg Kosten in Höhe von 465 000 Euro zu.

Ebenfalls einstimmig billigten die Ausschussmitglieder den Vorschlag eines Bürgers, nach dem die Übergangs-Kindertagesstätte an der Dechant-Brust-Str. künftig „Schatzkiste“ heißen soll.

Um noch weitere Betreuungsplätze im Stadtkern zu schaffen, prüft die Verwaltung derzeit die Einrichtung einer Kita im Gebäude der Wallschule (NWZ berichtete). UWG/FDP-Fraktionschefin Jutta Klaus lobte das Vorhaben, weil sich so – ähnlich wie bei der Grundschule St. Andreas mit den beiden neuen Kitas und beim Schwedenheim/Paul-Gerhardt-Schule – ein Familienzentrum für Grundschüler und Kindergartenkinder entwickeln lasse. SPD-Ausschussmitglied Andreas Borchers betonte, dass an der Wallschule nicht der Eindruck entstehen dürfe, dass mit dem Einzug einer Kita den Grundschülern Platz weggenommen werde. Dies verneinte Erster Stadtrat Andreas Krems. Auch derzeit sei das Gebäude der Wallschule mit den „Bewohnern“ Grundschule, Förderschule Vincenzhaus, Volkshochschule und Marienschule nicht voll belegt. Den letzten drei war – wie berichtet – bereits gekündigt worden.

Derweil wollen sich die im Rat vertretenen Parteien künftig besser gegen fehlende Betreuungsplätze wappnen. Über das Wie gab es am Donnerstagabend im Sozialausschuss unterschiedliche Ansichten. Die UWG/FDP-Gruppe wollte Nachmittagsplätze abschaffen. Diese gingen – so Fraktionssprecherin Klaus – an der „Lebenswirklichkeit“ der Eltern vorbei. Letztlich setzten sich SPD und CDU mit ihrem Vorschlag durch, dass 25 Prozent der Halbtagsplätze weiterhin am Nachmittag angeboten werden. Insgesamt betrachtet sollen 60 Prozent halbtags und 40 Prozent ganztags angeboten werden.

Zurzeit (Stand August 2018) leben in der Stadt Cloppenburg 1136 Kindergartenkinder (Drei- bis Vierjährige 379; Vier- bis Fünfjährige 339; Fünf bis Sechsjährige 418). Nach Angaben der Verwaltung gibt es derzeit 664 Vormittags-, 243 Ganztags- und 225 Nachmittagsplätze; insgesamt somit 1132 Plätze für Kinder mit Rechtsanspruch. Es müssten daher noch vier Plätze geschaffen werden. Allerdings seien 197 Krippenkinder, die während des laufenden Kindergartenjahres drei Jahre alt werden, noch nicht berücksichtigt worden.

Zudem wohnen in Cloppenburg 1219 Kinder zwischen null und drei Jahren, vorgehalten werden 295 Plätze für Kinder mit Rechtsanspruch (ein bis drei Jahre). Freiwillig betreut die Stadt auch unter Einjährige. Dazu kommen dann noch die Kapazitäten der Tagesmütter. Offenbar reichen die Plätze zurzeit aus, weil längst nicht jeder sein unter dreijähriges Kind zur Tagesmutter oder in eine Krippe gibt.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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