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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Fantasiereise im Schulbus

04.06.2019

Cloppenburg Wie kann man spielerisch die Kreativität von Grundschülern fördern? Diese Frage stellte sich die Germanistikstudentin Lina Meißner, 24 Jahre, aus Vechta und kam auf eine außergewöhnliche Idee. Im Rahmen eines Praxissemesters müssen die Masterstudenten der Uni Vechta ein halbjähriges Praktikum absolvieren und sich ein eigenes Projekt überlegen.

Imaginäre Reise

Meißners Idee war es nun, dass sich die Grundschüler in einem echten Schulbus auf eine imaginäre Reise durch alle möglichen Orten begeben. Welch ein Glück, dass es an der Universität Vechta schon einen gelben Schulbus gab, wie man ihn aus US-Spielfilmen kennt. An verschiedenen Stationen im Bus durften die Schülerinnen und Schüler der 4c der Grundschule St. Andreas am Montag richtig kreativ werden. Die Reise handelte davon, dass die Kinder im Bus sitzen und mit dem Fahrzeug verschiedene Standorte abfahren. So sollten Bilder im Kopf entstehen. Wie sieht es an den Orten aus? „Dann war die Aufgabe der Kinder, dass sie sich einen Ort aussuchen und von diesem eine Postkarte loszuschicken.“ Doch damit nicht genug. Mit ihren gesammelten Eindrücken sollten die Kinder das Deckblatt der Postkarte gestalten und ihre Eindrücke auch in Worte fassen.

Es steht außer Frage, dass Meißner mit ihrem Projekt bei der Grundschule St. Andreas offene Türen einlief. „Der Schulleiter war sehr begeistert davon, dass mal wieder Projekte mit Kreativität und gestalterischen Methoden an der Schule angeboten werden, weil es davon zu wenige gibt. Er ist auch der Meinung, dass das grundsätzlich ein sehr sinnvoller Ansatz ist“, sagt die Studentin.

Uni-Dozentin Angelika Hartig betont, dass es bei dem Projekt nicht in erster Linie um Kunst gegangen sei. Vielmehr stünden künstlerische Verfahren und Methoden im Vordergrund, um so die Kreativität der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Die Aktion von Studentin Meißner habe ihr Ziel indes voll und ganz erreicht. „Selbst Kinder, die ganz wenig Sprache zu Verfügung hatten, waren so impulsiv und wollten sich unbedingt ausdrücken. Das ist genau das, was wir uns erhofft haben: Das man die Angst davor, etwas falsch zu machen, aufhebt.“ Über Anfassen und Hören entstünden nämlich Bilder im Kopf der Kinder.

Neue Eindrücke erhalten

Das Projekt hat nicht nur bei den Schülern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Es hat bei mir auch den Blick geweitet, was fernab des Klassenzimmers eigentlich möglich ist“, sagt die 24-jährige Meißner. Mit ganzen vielen verschiedenen Kanälen zu arbeiten und die Kinder immer wieder mit Kunst anzuregen, möchte sie später auch in ihrer weiteren beruflichen Laufbahn anwenden. „Dass man Kinder, die sonst überhaupt nicht sprechen so wie heute über solche Kanäle erreicht.“ Sie merke an sich selbst, dass sie bewusster durchs Leben schreite und viel offener für Inspirationen für ihren Unterricht sei.

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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