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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

„Dät Gewieten van`t Seelterlound“

10.03.2008

RAMSLOH Der Heimatabend des Heimatvereins Saterland – Seelter Buund – am Sonnabend in der Aula des Schulzentrums Saterland in Ramsloh ist eine einzigartige Liebeserklärung an das Saterland – Seelterlound – und an die friesische Sprache – die „Seelter Sproake“ geworden. Ein bisschen enttäuscht zeigte sich der Vorsitzende des Seelter Buund – Boas Heinrich Pörschke – über den geringen Besuch.

Auf saterfriesisch hieß Heinrich Pörschke die Heimatfreunde willkommen, für die Besucher und Gäste, die die saterfriesische Sprache nicht beherrschten, gab es dann jedoch auch eine Begrüßung in hochdeutscher Sprache. Sein ganz besonderer Gruß an diesem Abend galt dem Sprachforscher und Ehrenbürger des Saterlandes, Professor Dr. Marron C. Fort.

Mit Liedern, Singspielen und Tänzen auf „seeltersk“ demonstrierten 20 kleine Saterfriesen aus dem Kindergarten Scharrel, welche Erfolge sich zum Erhalt der Sprache erzielen lassen. Bürgermeister Hubert Frye dankte allen, die sich um den Erhalt der „Seelter Sproake“ bemühen. „Der Erhalt der saterfriesischen Sprache ist aber auch ein ganz großer Verdienst unseres einzigen Ehrenbürgers, Professor Dr. Marron C. Fort, der gerade jetzt wieder an einem neuen saterfriesischen Wörterbuch arbeitet,“ lobte Frye den Sprachforscher. Frye brachte aber auch seine Freude darüber zu Ausdruck, dass der Seelter Buund für die Pflege der saterfriesischen Sprache 10 000 Euro von der Landesregierung bekommen hat.

Eine Ehrung stand an diesem Abend im Mittelpunkt des Geschehens: „Er hat sehr viel für uns und unsere Sprache getan und ist noch kein Ehrenmitglied unsereres Seelter Buund. Ich würde ihn bezeichnen als Dät Gewieten van`t Seelterlound (Das Gewissen vom Saterland),“ beschrieb Boas Heinrich Pörschke den Sprachwissenschaftler Professor Dr. Marron C. Fort. „Wo ständen wir heute, wenn wir ihn, unseren Dr. Marron C. Fort, nicht gehabt hätten?“

„Die Saterfriesen haben genauso viel für mich getan, denn viele alte Saterfriesen haben mich in meiner Arbeit unterstützt und mir geholfen; ohne diese Menschen wäre meine Arbeit hier gar nicht möglich gewesen, so vieles zu Papier zu bringen“, bedankt sich Fort für die Ehrung.

Nach fast drei Stunden ging ein wirlich gelungener Abend mit dem gemeinsam gesungenen „Seelter Läid“, der saterfriesichen Nationalhymne, zu Ende.

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