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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Realschule Friesoythe: Ehen, Streiche und Anekdoten

16.08.2016

Friesoythe Wie feiert eine Schule einen 50. Geburtstag? Mit einem Festakt, klar. Mit schulischen Projekten und natürlich auch mit einem Tag der offenen Tür. Vor allem aber, so zumindest die Überzeugung der Realschule Frie-soythe, mit einem großen Fest. Zum Ehemaligenfest am vergangenen Sonnabendabend waren alle 6000 Absolventinnen und Absolventen, die in den vergangenen 50 Jahren ihren Abschluss an der Realschule gemacht hatten, eingeladen.

Gut die Hälfte davon war zum Festzelt auf dem Schützenplatz gekommen, und schon auf dem Weg dorthin wurde deutlich, dass die Realschule Friesoythe eine große Anziehungskraft hat. Inmitten ungezählter Autos aus dem Landkreis, dem Emsland, aus Oldenburg und Bremen standen Fahrzeuge mit hier seltener gesehenen Kennzeichen. Gifhorn, Hannover, Berlin, Duisburg – halb Deutschland schien vertreten, und schnell kam die Frage auf, wer denn die weiteste Anreise hatte.

Zunächst lag Thekla Goschinak aus Frankenthal bei Mannheim knapp vor den zahlreichen Berlinern in Führung. Sie hatte 1972 ihren Abschluss gemacht und war anschließend nach Heidelberg gegangen – ohne Job, ohne Kontakte, einfach „weil ich aus dem Flachland weg und in eine etwas bergigere Gegend wollte.“ Der Liebe wegen blieb sie im Rhein-Neckar-Raum hängen, und da sie „einfach kein Großstadtkind“ ist, landete sie schließlich in Frankenthal.

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Das allerdings liege, wie Maria König (Abschlussjahrgang 1985) kurze Zeit später betonte, weit nördlich von Nußloch – rund 50 Kilometer, um genau zu sein. König war der Liebe wegen in den Süden gezogen und in diesem Jahr mit ihrem Mann zum Schützenfest nach Friesoythe gekommen.

Das Ehemaligenfest war da eine willkommene Zugabe. Gerda Schrader (Abschlussjahrgang 1983) allerdings hatte es von Altenoythe nach München verschlagen. Das Rennen aber machte Monika Lapke-Moser. Sie nämlich wohnt mittlerweile in Sollothurn in der Schweiz.

Schulleiter Hermann Meemken zeigt sich in seiner kurzen Begrüßung begeistert davon, dass 3000 Ehemalige der Einladung gefolgt waren. „Das ist ein tolles Zeichen der Verbundenheit mit Ihrer Realschule“, sagte er und dankte allen, die aus der 1966 gegründeten Schule eine echte Erfolgsgeschichte gemacht hatten. „Es gibt kein größeres Kompliment für eine Schule, als dass die Schüler ihren Weg gehen, ihr Leben meistern und sich auch in schwierigen Lebenslagen auf ihre Stärken besinnen. Seien und bleiben Sie alle Botschafter der Realschule Friesoythe.“

Diesen Ball griff Bürgermeister Sven Stratmann gerne auf. „Viele von Ihnen sind heute von weit her nach Frie-soythe gekommen“, sagte er. „Sie zeigen damit Ihre Heimatverbundenheit und sind wichtige Botschafter Friesoythes in ganz Deutschland.“

Bei einem Ehemaligentreffen schweift der Blick irgendwann zurück in die Vergangenheit. „Die Lehrer damals, das war noch ganz alte Schule“, erinnert sich Ella Bosecke (geb. Kille), die gemeinsam mit Zwillingsschwester Greta Bohmann 1971 zum ersten Abschlussjahrgang gehört hatte.

Immerhin 16 Schülerinnen und Schüler von damals trafen sich. „Da flog schon mal der Schlüssel Richtung Schüler, und ein Lehrer nutzte seinen Gürtel als Drohmaterial“, erzählt Bosecke. „Dabei waren wir doch gar nicht so frech“, meint Bohmann grinsend, und erzählt von Stinkbomben im Chemiesaal und Tränengaspatronen am Lehrerpult. Ihre Klassenkameraden Werner und Marlene Alberding wurden in der 9. Klasse ein Paar und heirateten 1978 – nicht das einzige Realschul-Paar.

Die 10a vom Abschlussjahrgang 1975 verwandelte das Ehemaligenfest kurzerhand in ein Klassentreffen. Von 15 Uhr an wurde gemeinsam geredet, gelacht, getrunken, gefeiert.

Bei den Lehrkräften geriet der Blick in die Vergangenheit schnell auch zu einem Vergleich mit der Gegenwart. Claudia Binder hat festgestellt, dass Schüler und Eltern heute deutlich weniger Zeit hätten, sich mit der Schule zu beschäftigen. Bettina Lalottis betont: „Teamarbeit war früher nahezu unbekannt. „Heute haben wir ein super Team und setzen auf Teamarbeit.“

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