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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Einmal England und zurück

16.04.2015

Friesoythe /Bournemouth Höfliche Kollegen und tückischer Linksverkehr: Drei Wochen lang haben 15 Schüler der Berufsbildenden Schule Friesoythe in Betrieben im südenglischen Bournemouth gearbeitet und reichlich Erfahrungen gesammelt. Am Mittwoch ging es für die 17- bis 25-Jährigen wieder in die Schule.

„Wir bieten Leistungsstarken Auszubildenden aus dem kaufmännisch-verwaltenden Bereich die Möglichkeit, eine Zusatzqualifikation zu erwerben“, sagt Lars Murra, der die kaufmännischen Berufsschulen und Berufsfachschulen in Friesoythe leitet. Teil der Zusatzqualifikation, „Kauffrau/Kaufmann für internationale Geschäftstätigkeit“ bzw. „IHK-Fachkraft für Im- und Export“, ist das Praktikum.

„Wir würden es alle noch einmal machen“, sagt Rabea Schürmann. Sie hat während der drei Wochen in einer Event-Firma gearbeitet, andere wurden unter anderem im Baugewerbe oder der Gastronomie eingesetzt. Mitschüler Felix Hoppe meint: „Das Interesse, im Ausland zu arbeiten, ist auf jeden Fall gestiegen.“

Aufgefallen ist den Schülern vor allem, dass in englischen Unternehmen ein anderer Umgangston herrscht. „Alle sind total höflich. Wer einen Kaffee holt, der fragt alle anderen, ob sie auch einen möchten. Jeder sagt ,Danke‘ und ,Entschuldigung‘“, erzählt Schürmann und Mitschüler Simon Reiners ergänzt: „Die Kollegen haben sich viel Zeit genommen, alles zu erklären.“ Doch in England gab es für die Deutschen auch das eine oder andere Problem. „Linksverkehr“, sagt Reiners. „Ich wäre fast umgefahren worden.“

Bei den Praktika geht es laut Murra, der zusammen mit Kollege Georg Stolle die Reise begleitete, vor allem um Kultur und Sprache. Doch auch in den Betrieben seien die Auszubildenden gerngesehen worden, sagt Birgit Hermes, die für die Zusatzqualifikation zuständig ist. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Erasmus-Projekt der EU und von den Ausbildungsbetrieben der BBS-Schüler, die laut Murra zum Teil sehr großzügig waren.

Was die Sprache betrifft, scheint die Reise erfolgreich gewesen zu sein. „Ich bin beim Sprechen viel sicherer geworden“, sagt Hoppe. Das lag auch daran, dass die Auszubildenden in Gastfamilien untergebracht waren. „Wir durften beim Abendessen auch untereinander nur englisch sprechen“, erzählt Raffael Koschmieder.

Für einen Großteil der Schüler steht schon in Kürze der nächste Auslandstrip an: zum Spanisch lernen nach Madrid.

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