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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Neuer Raum für Ortsgedächtnis

25.04.2019

Elisabethfehn Wenn man sich mit der Geschichte des Ortes Elisabethfehn auseinandersetzen will führt kein Weg an ihm vorbei – Dr. Gustav Schünemann. Der Apotheker hat sich seit seinem Umzug nach Elisabethfehn 1959 in hohem Maße für den Ort engagiert. Er hat den Orts- und Verschönerungsverein mitbegründet, kam auf die Idee, ein Moor- und Fehnmuseum aufzubauen und ist der Vater der Deutschen Fehnroute. Gleichzeitig hat Schünemann alles gesammelt, aufgeschrieben und dokumentiert, was mit dem Ort Elisabethfehn zu tun hat. Rund 30 000 Dokumente zum Beispiel über das Museum, Vereine, Brücken, Straßen, Geschichte und Schulen befinden sich katalogisiert und geordnet in Schünemanns Besitz. „Ich habe die Arbeit immer gerne gemacht. Ich habe Zeitungen durchforstet und alles über das Leben hier am Kanal versucht zu erfassen“, berichtet Schünemann. Dieses Archiv, für das Schünemann auch immer wieder in das digitale Archiv der NWZ geschaut hat, möchte der mittlerweile 87-Jährige nun aber abgeben und in die Hände des Moor- und Fehnmuseums legen.

Ein passender Ort für das Elisabethfehner Dorfarchiv ist auch schon gefunden. Um alles zu sammeln hat das Museum die alten Räume der Volksbank an der Hauptstraße 33 in Elisabethfehn gemietet. „Seit Frühjahr haben wir die Räume zur Verfügung. Die ersten Schränke stehen und die ersten zehn Kartons mit Aktenordnern haben es auch schon hier her geschafft“, berichtet Museumsleiterin Antje Hoffmann. Die Schränke für das neue Dorfarchiv stammen zum Teil aus der BBS Technik in Cloppenburg oder von der ehemaligen Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg in Harkebrügge. „Gerade für unsere Forschungen und Ausstellungen im Museum haben wir immer wieder auf das Material von Gustav Schünemann zurückgegriffen. Davon profitiert auch die kommende Ausstellung über die ehemalige Torfkoksfabrik“, so Hoffmann weiter.

Für Hans Eveslage vom Stiftungsrat des Museums ist die private Sammlung von Gustav Schünemann unbezahlbar. „Es ist fast unglaublich, was Herr Schünemann alles gesammelt hat – und das nicht nur schriftlich. Alle seine Dokumente sind auch in einer digitalen Datenbank erfasst worden. Einfach toll“, sagt Eveslage. Der ehemalige Landrat hofft, dass die Räume des neuen Archivs eine Art Forschungsstätte werden können. „Jede Forschungsanfrage, die das Museum dann erhält, kann im Archiv in Ruhe bearbeitet werden. Hier ist dann sämtliches Material, das zurzeit noch im Museum gelagert wird, zentral an einem Ort“, freut sich Hoffmann.

Allein durch das Personal des Museums lässt sich das neue Archiv aber nicht weiterführen. Dafür sucht das Museum noch eine Person, die sich bei Interesse gerne im Museum unter Telefon  04499/2222 melden kann.

„Auch vor der EDV braucht man keine Angst haben. Wir haben extra eine Anleitung schreiben lassen, die genau erklärt, wie die Archivarbeit gemacht wird und wie man die Daten richtig katalogisiert“, so Hoffmann.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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