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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

So wertvoll sind Bienen für Menschen

19.06.2018

Elisabethfehn Mit Bienen, Honig und Honigtöpfen befassen sich derzeit sechs Studentinnen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn. Saskia Benthack, Sonja Degenhard, Natalie Kauscher, Franziska Schild, Stefanie Grafe und Sina Tonn konzipieren dort die Wanderausstellung „Honigtöpfe“ im Rahmen ihres Masterstudiengangs „Museum und Ausstellung“. Dabei sammeln sie wertvolle praktische Erfahrungen in der Museumsarbeit von der Planung und Gestaltung einer Ausstellung über die Suche nach Kooperationspartnern bis hin zum Erwerb von Fördergeldern.

Aufhänger für die Wanderausstellung sind rund 80 Honigtöpfe aus der Sammlung des 2016 verstorbenen Johann Hinderks, der einen Bienenlehrpfad in der Koksfabrik Elisabethfehn betrieben hatte. Auf seinen Wunsch ging seine Sammlung mit insgesamt knapp 100 Exponaten an das Moor- und Fehnmuseum. „Diese Wanderausstellung ist eine tolle Aufgabe für die Studentinnen“, sagt die Leiterin des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn, Antje Hoffmann, die die Idee zu dem Projekt hatte. Jeweils montags von Ende Mai bis Mitte Juli arbeiten die jungen Frauen an der Ausstellung. Das Moor- und Fehnmuseum ist Praxismuseum für besagten Masterstudiengang. Die Kooperation mit der Universität Oldenburg läuft bereits im dritten Jahr.

Die Studentinnen haben das Design für ein wabenförmiges Holzregal konzipiert, welches den Kern der Wanderausstellung bildet und von einem Schreiner angefertigt werden soll. Die einzelnen Waben fungieren als Ausstellungsdisplay für relevante Themen rund um die Biene, ihr Leben, ihre Bedeutung für den Menschen und die Umwelt. Etwa 13 bis 20 Honigtöpfe aus Deutschland, Polen, Bulgarien, Ungarn, Spanien, Korea etc. soll es zu sehen geben. Die Ausstellung informiert über Herkunft, Benutzung und regionalen Bezug.

Weitere Inhalte der Waben beschäftigen sich mit Ökologie (Sensibilisierung für das Leben der Bienen, Wichtigkeit der Bestäubung, Gründe für das Bienensterben) und Medizin (bakterizide Wirkung von Propolis und die wirkstoffsteigernde Wirkung von Gelée Royale auf andere Medikamente). „Die ökologischen Komponenten interessieren mich besonders an der Ausstellung. Das Insekten- und Bienensterben ist ein aktuelles Thema, das essenziell für die Zukunft ist und uns alle betrifft“, sagt Studentin Saskia Benthack.

Auch die Beziehungen zwischen dem Moor und den Bienen werden thematisiert sowie bekannte und wertvolle Produkte der Bienen dargestellt. Bienenmodelle könnten Arbeiterin, Drohne und Königin zeigen. Weitere Themen der Wanderausstellung sind die Geschichte der Imkerei, die Funktionsfähigkeit und der Aufbau einer Wabenlandschaft. Vorstellbar sei auch, über ein Tablet einen Film über Bienen/Honig zu zeigen, so die Studentinnen.

„Die Ausstellung befindet sich noch in der Pilotphase“, sagt Hoffmann. Es müssten noch Förderfelder für die Umsetzung beantragt werden. „Ich bin zuversichtlich, dass es klappt.“ Die Wanderausstellung soll in verschiedenen Moormuseen wie in Elisabethfehn aber auch in anderen Einrichtungen zu sehen sein. „Die einzelnen Einrichtungen können die Ausstellung auch um eigene Exponate erweitern“, erläutert Hoffmann. Wie lange die Wanderausstellung am jeweiligen Standort gastiert, ist offen. Wenn alles klappt, soll es im Frühjahr 2019 losgehen.

Sebastian Friedhoff
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2904

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