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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Auswirkungen der Corona-Pandemie: Berufswahl mit viralen Hindernissen

12.06.2021

Friesoythe Es ist nicht leicht, sich in jungen Jahren für einen Beruf zu entscheiden. Doch in Corona-Zeiten fallen Praktika, Bewerbungstrainings oder Kontakte mit örtlichen Firmen weg. Auch Azubibörsen und andere Wege sich persönlich zu informieren gibt es nicht. Zwei Schülerinnen und zwei Schüler der neunten Klasse der Realschule Friesoythe berichten, wie sie die Situation erleben.

Marlon Kramer

Marlon Kramer (15) aus Gehlenberg hatte eine Zusage für ein Praktikum in der Verwaltung der Stadt Friesoythe. Doch alle Praktika in der neunten Klasse wurden nach Vorgabe der Landesschulbehörde abgesagt. „Ich weiß jetzt nicht, ob das etwas für mich ist“, sagt Marlon. Mit einem Ferienjob im Lager eines Baumarktes hat er versucht, in die Arbeitswelt hineinzuschnuppern. „Aber beruflich hat mich das nicht so weit nach vorne gebracht.“ Sein Plan: „Ich will erstmal mein Abitur machen.“

DAs Sagt die REalschule Friesoythe

Lehrerin Sarah Schütte und Schulsozialpädagogin Stina Meierding stehen den Friesoyther Realschülern bei ihrer Berufswahl zur Seite. Doch vieles was die Realschule obligatorisch für die neunten Klassen anbietet, sei nicht möglich gewesen, sagt Schütte. Einige Deutschlehrer hätten das Thema Bewerbungen schreiben aufgegriffen. An Stellwänden würden die neusten Infos und Tipps weitergegeben. Und die Realschule werde versuchen, das Praktikum nachzuholen.

Johanna Schmidt

Ein Praktikum im Schwimmbad Aquaferrum wollte Johanna Schmidt aus Friesoythe machen. „Ich habe einfach keine Ahnung, in welche Richtung es gehen soll“, erzählt die 14-Jährige. Deswegen habe sie sich dann auf einen bundesweiten Online-Berufstag gefreut. Doch der war für die Realschüler unterhaltsam, aber nicht besonders hilfreich. Denn Profi-Fußballer, Schauspieler oder Moderatoren berichteten, wie sie zu ihren Jobs gekommen sind. Nun fühlt sich Johanna unter Zeitdruck. „Man soll sich im Herbst bewerben, wenn man nach der zehnten Klasse eine Ausbildung machen will. Das ist schon schwierig“, sagt sie. Sie will sich jetzt intensiv informieren, welche Arbeitsbereiche es gibt und vielleicht noch einmal freiwillig irgendwo reinschnuppern.

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Angelina Brandtstätter

Angelina Brandtstätter (16) aus Neuscharrel will nach dem Realschulabschluss Abi machen, um Sozialpädagogik zu studieren und Schulsozialarbeiterin zu werden. „Ich finde einfach, dass die Psyche von Schülern stark belastet ist, da fehlen Helfende“, sagt die 16-Jährige. Schüler suchten häufig das Gespräch mit der Schulsozialarbeiterin der Realschule. Die soziale Distanz in der Corona-Zeit habe die Situation verschärft. Ihr Praktikum beim Juwelier Stuke wird sie freiwillig nachholen. Außerdem hat Angelina die Option, in einer Physiotherapiepraxis in Ostrhauderfehn Einblicke ins Berufsleben zu bekommen.

RAmon Robbers

Mit Praktika im Büro, bei der Polizei und auf dem Bau hat Ramon Robbers (16) aus Neuvrees schon versucht rauszufinden, welcher Beruf zu ihm passt. Jetzt weiß er zumindest, dass er Büroarbeit zu eintönig findet und dass es auf dem Bau so anstrengend ist, dass er sich nicht vorstellen kann, es bis zur Rente zu schaffen. Ein Praktikum im Metallbau sollte ihm zeigen, ob dieser Job besser zu ihm passt. „Metallbau ist körperlich nicht so anstrengend wie die Arbeit auf dem Bau. Dabei wird der Körper nicht so belastet“, sagt er. Die Firma hat ihm zugesichert, dass er auch in den Ferien bei ihnen mitarbeiten dürfe, sobald es die Pandemie-Lage zulässt. Ramon hat sich vorgenommen, nach dem Abschluss eine Ausbildung zu machen und dann zur Bundeswehr zu gehen.

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Eva Dahlmann-Aulike Friesoythe / Redaktion Münsterland
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