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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Bbs Friesoythe: Schon ein Lächeln motiviert

17.02.2018

Friesoythe Immer mehr junge Leute würden sich heute gegen eine Ausbildung in der Heilerziehungspflege (HEP) und der Pflege allgemein entscheiden, ärgert sich Margrit Frerichs, stellvertretende Schulleiterin an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Friesoythe. Die Bedingungen und die Bezahlung seien nicht adäquat und in den Medien würde somit negativ darüber berichtet werden.

So wünsche sie sich eine Lehrlingsvergütung für alle sozialen Berufe. Zudem müsse der Personalschlüssel verbessert und das Verhältnis von Fachkräften und Hilfskräften geändert werden. Hier sieht Frerichs die Politik gefordert. Dass es eine Vergütung geben muss, sieht auch Melanie Ostermann-Albers (Lehrerin im Bereich Sozialpädagogik an der Fachschule HEP) so: „Viele Einrichtungen sind auf Azubis angewiesen.“

die Fachschule Heilerziehungspflege

Die BBS Friesoythe bieten seit dem Schuljahr 2013/14 die dreijährige Fachschule Heilerziehungspflege an. Die Arbeitsfelder sind aufgeteilt in die Bereiche Lernen, Arbeiten und Wohnen. Ein Azubi muss alle Bereiche durchlaufen. Neben dem beruflichen Abschluss wird die Fachhochschulreife erworben.

Für die praktische Ausbildung arbeitet die Fachschule mit Einrichtungsträgern zusammen wie dem Caritas-Verein Altenoythe, der Gemeinnützigen Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit (GPS) Wilhelmshaven, der Lebenshilfe e.V. im Landkreis Leer, der Diakonie im Lankreis Oldenburg sowie privaten Trägern von Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Zugangsvoraussetzungen: 1. Realschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss mit erfolgreichem Besuch der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege (Schwerpunkt Assistenz) oder mit erfolgreich abgeschlossener mindestens zweijähriger Berufsausbildung; 2. Hochschulzugangsberechtigung und ein für die Fachrichtung einschlägiges Praktikum (400 Zeitstunden)

Um zu zeigen, dass der Beruf Heilerziehungspfleger auch schöne Seiten hat, hat die BBS eine Broschüre herausgegeben, in der Interessierte alles rund um die dreijährige Fachschule HEP an den BBS finden. Zudem berichten Absolventen darin über ihre Erfahrungen und Perspektiven. Sie ist an den Standorten der BBS Friesoythe erhältlich. „Zwei Jahrgänge sind bereits entlassen worden. 39 Absolventen haben einen Abschluss und einen Arbeitsplatz in einer Einrichtung der Behindertenhilfe erhalten“, freut sich Frerichs. Möglich machen die Ausbildung auch die Kooperationspartner (siehe Infobox).

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An zwei Tagen in der Woche gehen die Azubis zur Schule und zwei/drei Tage sind sie in einer Einrichtung beschäftigt. Eine davon ist Patrizia Gohra (29) aus Friesoythe. Sie ist im dritten Ausbildungsjahr. Vor zehn Jahren hat sie die Berufsfachschule Sozialpflege an den BBS besucht, zog später nach Nordrein-Westfalen und arbeitete dort, bekam einen Sohn und wollte wieder durchstarten. Sie qualifizierte sich zur Pflegehelferin und kam an die Fachschule HEP. „Die Arbeit mit den beeinträchtigten Menschen ist spannend. Es ist toll, sie auf ihrem Weg zu begleiten und zu einem erfüllten Leben zu befähigen“, sagt sie.

Carolin Werner (20) aus Friesoythe ist auch im dritten Ausbildungsjahr. Sie besuchte die Realschule und machte ein Praktikum in einem heilpädagogischen Kindergarten. Da sie gerne mit Menschen arbeite, ging sie später zur Fachoberschule Friesoythe (Gesundheit und Soziales) und kam dann an die Fachschule HEP. Da es keine Vergütung für die Ausbildung gibt, hat die 20-Jährige nebenbei einige Zeit gearbeitet.

Steffen Hömmen (22) aus Kneheim, drittes Ausbildungsjahr, hat von Anfang an gewusst, dass er einen sozialen Beruf ergreifen möchte. Er besuchte die Realschule und machte ein Praktikum in einem Kindergarten. Danach habe er sich von seinen Freunden beeinflussen lassen und absolvierte eine Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten im Groß- und Einzelhandel. „Das war aber nichts für mich“, sagt er. Nach Praktika in diversen Einrichtungen ging er an die HEP.

Alle drei sind begeistert von ihrer Ausbildung. Jedoch stören auch sie sich an den negativen Schlagzeilen, denn „viele haben Respekt uns gegenüber und auch viele ein falsches Bild von dem Beruf“, sagt Werner. „Wenn man jemandem hilft, und man bekommt nur ein Lächeln zurück, bekommt man immer wieder Motivation“, meint Hömmen.

Im Mai/Juni steht die Abschlussprüfung an. Es sei jedoch schwierig, in der Region eine Vollzeitstelle zu bekommen, sagt Hömmen. Es gebe zu viele Hilfskräfte.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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