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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Bildung In Friesoythe: Wie Sprache den Schulalltag beeinflusst

06.04.2019

Friesoythe „Hello, my name is ...“ – Diesen Satz können schon die Jüngsten aufsagen. Immerhin gilt Englisch als Weltsprache schlechthin und wird an jeder Schulform unterrichtet. Doch mit Englisch alleine ist es schon längst nicht mehr getan, denn immer öfter werden auch andere Sprachen zu Voraussetzungen in der Berufswelt. So sieht es in Friesoythe aus: 

Sprach-Kindergarten

Bereits im Kindergarten machen die Kinder erste Erfahrungen mit Fremdsprachen. Das liegt daran, dass immer mehr Kinder betreut werden, die keine Deutsch-Muttersprachler sind und zwei-, wenn nicht sogar, dreisprachig aufwachsen.

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Vorgaben des niedersächsischen Kultusministeriums

Sprachbildung soll bereits in der Tageseinrichtung für Kinder beginnen und bis an die weiterführenden Schulen fortgesetzt werden. Es soll früh ein Verständnis für Sprachen vermittelt werden.

Ab der dritten Klasse ist der Englisch-Unterricht Pflicht an deutschen Schulen. Eine weitere Fremdsprache kann dann ab der 6. Klasse erlernt werden – auf dem Gymnasium ist das Pflicht, in allen anderen Schulformen Wahlpflicht. Je nach Schule ist es auch möglich, eine dritte teilweise auch vierte Sprache freiwillig zu lernen. Wer vier Jahre eine Fremdsprache durchgehend von der 6. bis zur 10. Klasse belegt hat, muss diese in der Oberstufe nicht weiter oder keine weitere lernen.

Je Fremdsprache müssen mindestens zwei Fachlehrkräfte an einer Schule vorhanden sein. Ansonsten kann das Fach nicht unterrichtet werden.

Im Bundesprogramm gibt es daher sogenannte Sprach-Kitas. „Von 140 Kindern werden etwa 30 bis 40 Prozent zweisprachig groß bei uns. Meistens sprechen diese Kinder Russisch, Syrisch oder Arabisch als Muttersprache und als Zweitsprache Deutsch“, so Barbara Carmichael-Eilers vom St. Christopherus Kindergarten. Davon würden alle profitieren.

In einer Sprach-Kita werden keine anderen Sprachen gelehrt, es „soll eine alltagsintegrierte Sprachbildung bestehen“. Das bedeutet, dass beispielsweise Kinderlieder in anderen Sprachen gesungen werden, es Vorlesetage mit verschieden-sprachigen Büchern gibt oder auch Eltern aus anderen Ländern ihre Nationen vorstellen, erklärt Anja Runden vom Don-Bosco-Kindergarten (ebenfalls Sprach-Kita). „Jede fremde Sprache ist ein Sprachschatz, den es zu entdecken gibt.“

Grundschule

Ab der dritten Klasse steht Englisch verpflichtend auf dem Stundenplan. Das ist eine Vorgabe vom Land Niedersachsen. „Allerdings wird erst ab der vierten Klasse das Fach benotet“, erklärt Anita kleine Schlarmann. „Davor wird es eher spielerisch unterrichtet und besonders viel Wert auf das Sprechen und Verstehen gelegt.“ Weitere Sprach-AGs in der Grundschule im Friesoyther Umkreis wären in der Regel Plattdeutsch. Das gehöre zur Grundschule dazu, meint kleine Schlarmann.

Oberschule

Der Englischunterricht wird für Schüler an der Heinrich-von-Oytha Oberschule ab der 5. Klasse fortgeführt. Ab der 6. besteht die Möglichkeit, Französisch als Wahlpflichtkurs (WPK) zu wählen. „Etwa ein Drittel aller Sechstklässler (18 bis 21 Jahre im Schnitt) entscheidet sich für den Französisch-Kurs", meint Rasmus Braun. Diese Zahl dünnt sich nach hinten aber aus, weil viele sich wieder für einen anderen Kurs entscheiden und mit Französisch aufhören.

Für 15 Austauschschüler bietet die Schule außerdem einmal im Jahr eine Polnisch-AG an. „Niederländisch und Spanisch anzubieten wäre auch schön, das ist derzeit aber nicht umsetzbar, weil pro Sprache immer zwei Lehrkräfte vorhanden sein müssen“, so Braun. Gerade Niederländisch wäre wünschenswert, da die Nähe zum Nachbarland gegeben ist und viele Friesoyther später in den Niederlanden arbeiten oder studieren würden.

Realschule

An der Realschule Friesoythe läuft das Sprachprogramm ähnlich ab, wie auf der HvO. „Knapp die Hälfte (etwa 60 bis 70) aller Schüler der 6. Klasse wählen Französisch“, so Schulleiter Hermann Meemken. Es ist allerdings schwer zu sagen, wie viele das Fach bis zum Schluss belegen, da sich das von Jahr zu Jahr ändern würde.

Gymnasium

Auch am Albertus-Magnus-Gymnasium ist der Englischunterricht ab der 5. Klasse für alle Schüler verpflichtend. Unterschied zur Real-/Oberschule: Ab der 6. Klasse kann zwischen Französisch und Latein gewählt werden, verpflichtend bis zur 10. Klasse. Und da entscheiden sich Friesoyther Schüler anders als gedacht. „Rund 60 bis 65 Prozent der Schüler wählen Latein“, sagt Peter Stelter, Schulleiter. Seltsam, wenn Latein doch als tote Sprache gilt.

Bis vor Kurzem gab es auch noch Altgriechisch im Angebot, da ging der Lehrer allerdings in Pension, und es ist kein Ersatz in Sicht. Die Italienisch-AG fände aber weiterhin jedes Jahr statt und würde auch gut von den Schülern angenommen werden. „Grundsätzlich wäre es schön, mehr Sprachen anbieten zu können“, so Stelter. Es mangelt aber an Fachkräften.

Berufliches Gymnasium

Ein anderes Sprachangebot bieten die beruflichen Gymnasien. Dort wird in drei Kategorien unterteilt: dem technischen, wirtschaftlichen und sozialpädagogischen Bereich. „Ab der 11. können die Schüler hier zwischen niederländisch und spanisch wählen“, so Lehrer Lars Murra.

Ein sinnvolles Angebot, aufgrund der Nähe zu den Niederlanden, so Murra. 80 Prozent der Schüler würden sich einer Fremdsprache annehmen und nur wenige würden aufhören. Sechs Fremdsprachenklassen kämen etwa jedes Jahr zusammen. Zusätzlich bieten die beruflichen Gymnasien bilingualen (Englisch) Unterricht in Volkswirtschaftslehre an. „Das Interesse steigt jedes Jahr an.“

Nathalie Langer Kanalmanagement / Redakteurin
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