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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Integration durch Spaß und Förderung

08.03.2018

Friesoythe Schon seit vielen Jahren besteht bei der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe der Wunsch nach einer Klappfigur, die zu den Maitagen oder dem Eisenfest für Unterhaltung bei Kindern sorgen kann. Das Ziel bei einer Klappfigur ist es, einen Wasserschlauch auf eine Öffnung in der Klappfigur zu halten, da sich hinter dieser Öffnung ein Eimer befindet. Beweisen die Kinder genügend Zielgenauigkeit, kippt die Figur um und der Eimer entleert sich.

Das Holz für die Klappfigur hatten die Feuerwehrmänner um Ortsbrandmeister Matthias Schmidt bereits zugesägt. Die Metallarbeiten wurden nun von einer Metallgruppe der Berufsbildenden Schulen (BBS) Scheefenkamp in Friesoythe. Alle sechs Jugendlichen der Gruppe sind Flüchtlingsschüler und erst vor wenigen Jahren nach Deutschland gekommen. Gemeinsam haben sie über mehrere Stunden an dem Gestell gearbeitet und dabei auch eigene Ideen einfließen lassen, erzählt Frank Dellwisch, Lehrer in der Metalltechnik.

Seit 2015 gibt es für Flüchtlingsschüler an der BBS einen Sprachförderunterricht. Im ersten Jahr stieg die Zahl der Jugendlichen bereits von acht auf 30 an. Zurzeit besuchen 50 Flüchtlingsschüler im Alter von 16 bis 19 Jahren verschiedene Abteilungen der BBS, wie Josef Hille, Leiter der Abteilung Technik, berichtet. Neben der Sprachförderung sind die Integration und eine berufliche Orientierung der Flüchtlingsschüler die großen Ziele im Umgang mit den Jugendlichen, die aus insgesamt 16 Ländern, größtenteils Afghanistan und Syrien, stammen.

Kommunikationsprobleme gibt es im alltäglichen Umgang kaum, erzählt Frank Dellwisch. In vielen Bereichen bereitet die Fachsprache jedoch Schwierigkeiten, weshalb die Flüchtlingsschüler meistens zwei oder drei Jahre benötigen, um eine Berufsausbildung beginnen zu können. Großen Spaß haben die Jugendlichen trotzdem. Und auch die Zeugnisse stimmen. Einige Flüchtlingsschüler, die an den BBS unterrichtet wurden, absolvieren zurzeit auch Berufsausbildungen in den Bereichen Handwerk, Technik oder Pflege.

Ortsbrandmeister Matthias Schmidt bedankte sich für die gelungene Arbeit und lud die Schüler kurzerhand zu einer Besichtigung der Feuerwehr ein.

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