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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Nach GEW-Forderung: Friesoyther Schulen lehnen Ausfall von Abi-Prüfung ab

08.04.2021

Friesoythe Abitur-Prüfungen schreiben oder nicht? Geht es nach der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sollen sie in diesem Jahr notfalls ausfallen, wenn das Infektionsgeschehen „dramatisch“ ansteigen sollte. In Friesoythe sehen Schulen und Schülervertreter diesen Vorstoß kritisch.

„Ich glaube, das ist aktuell nicht erforderlich“, sagt Peter Stelter, Schulleiter des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG), zu einer möglichen Absage der Abitur-Prüfungen. Es würden sich zwei Fragen stellen: Sind die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet und sind die Prüfungen unter Corona-Bedingungen machbar? Beides könne mit „Ja“ beantwortet werden.

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Für die Abitur-Klassen sei Präsenzunterricht möglich gewesen und für die Prüfungen habe man weitreichende Hygienemaßnahmen getroffen. Dabei seien auch Corona-Schnelltests sinnvoll, aber dafür brauche es eine klare Vorgabe des Niedersächsischen Kultusministeriums.

Sollte das Abitur ohne Prüfung stattfinden, würde ihm ein Makel anhaften, glaubt Stelter. „Das wollen wir natürlich nicht.“ Mit Prüfung gelte das nicht – auch, wenn Themen reduziert worden sind. „Die Aufgaben sind vollwertig – so wie in den Jahren zuvor.“

Berufliche Gymnasien

Lars Murra, Leiter der Beruflichen Gymnasien der BBS in Friesoythe, findet ebenfalls, dass bei den aktuellen Infektionszahlen im Landkreis die Abitur-Prüfungen nicht abgesagt werden müssen. An den Beruflichen Gymnasien hätten diese auch im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen stattgefunden.

„Für die Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass sie ihre Schulzeit mit der Abitur-Prüfung abschließen können“, sagt Murra. Sonst bestehe die Gefahr, dass der Jahrgang den Makel „Corona-Abitur“ trage.

Und dennoch: Auf Nachfrage sagen sowohl Stelter als auch Murra, dass man bei „galoppierenden“ beziehungsweise „explodierenden“ Infektionszahlen neu darüber nachdenken müsse.

SChülervertreter

Zu einer möglichen Absage der Abitur-Prüfungen meint BBS-Schülersprecher Dennis Bent: „Es ist ein bisschen spät, das zu diskutieren.“ Alle würden sich bereits vorbereiten. Daher sorge der Vorstoß der GEW für Irritation – auch, weil vor den Osterferien alle in der Schule unterrichtet wurden und jetzt nur noch die Prüfungstage fehlen.

Auch die Schülerinnen und Schüler am AMG würden gerne das Abitur schreiben, sagt Thomas Kollenbach, Sprecher des Abiturjahrgangs. Auf der anderen Seite müsse man fragen, ob man das beim aktuellen Infektionsgeschehen im Landkreis verantworten könne. Die Hygienemaßnahmen könnten die Gefahr von Infektionen verringern, aber letztlich nicht ausschließen. Sollten die Prüfungen allerdings abgesagt werden, befürchtet er wie auch Bent einen „Corona-Makel“.

Auf die Prüfungen sehen sich beide gut vorbereitet. „Die Lehrerinnen und Lehrer haben ihr Bestes getan“, sagt Kollenbach. Wenn das Abitur stattfindet, sehe er daran keinen Corona-Makel. Kürzungen am Stoff und Unterrichtsausfall würden sich die Waage halten. „Das müsste nicht als Vorteil angesehen werden.“

Marlis Stein Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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