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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Von der Schule in die Werkstatt

14.03.2018

Friesoythe Schulfächer wie Deutsch, Englisch oder Mathematik sind für die Neuntklässler der Realschule Frie-soythe zurzeit nicht angesagt. Stattdessen sammeln die 117 Schülerinnen und Schüler erste Berufserfahrungen. Schon seit dem 26. Februar lernen sie im Rahmen des Schülerpraktikums Berufe ihrer Wahl kennen. Drei Wochen soll das Praktikum insgesamt andauern, an diesem Freitag müssen sich die Schüler von ihren neuen Kollegen also schon wieder verabschieden.

Ganz ohne Schularbeiten kommt das Praktikum jedoch nicht aus. Die Neuntklässler fertigen einen Praktikumsbericht an, in dem sie ihre Eindrücke und Erfahrungen festhalten sollen. Zudem besuchen die Lehrer der Realschule jeden Schüler während des Praktikums, um sich über die Tätigkeiten zu informieren und nach dem Rechten zu sehen.

Ähnlich wie die Lehrer, macht sich auch die NWZ zu Praktikumsbesuchen auf, um Schüler von ihren ersten Berufserfahrungen erzählen zu lassen. Zuerst geht es zum Autohaus Senger in Friesoythe, wo der 14-jährige Luca Cloppenburg in diesen Tagen sein Praktikum absolviert. Luca finden wir in der Werkstatt des Autohauses vor einer geöffneten Motorhaube. Der 14-Jährige ist gerade damit beschäftigt, einen Riemen zu entspannen. Das Schrauben an den Autos ist eine seiner Hauptbeschäftigungen im Praktikum. „Ich bin viel im Service zuständig, mache da zum Beispiel Ölwechsel und muss den Luftdruck oder Filter prüfen“, erklärt Luca. Zudem hilft er oft beim Reifentransport oder beim Abschleppen von Autos, falls ein Kunde mit seinem Wagen auf der Straße liegengeblieben ist.

Über zwei Wochen ist Luca inzwischen beim Autohaus im Praktikum und ihm gefällt es richtig gut. Sein Vater ist dort ebenfalls tätig, einen ähnlichen Beruf kann sich Luca auch gut vorstellen. „Ich würde später gerne in diese Richtung gehen“, sagt er.

Beim Bali-Fitness-Studio in Friesoythe treffen wir den Praktikanten Lucas Duen direkt am Empfang. Dort ist er an diesem Vormittag eingeteilt und nimmt die Mitgliedskarten oder Wertgegenstände der Kunden entgegen. Bereits vor dem Praktikum hat der 16-Jährige schon Sport in dem Fitnessstudio gemacht.

Nun wollte er herausfinden, wie es auf der anderen Seite aussieht. Schließlich ist ein Beruf in dem Bereich, zum Beispiel als Sportkaufmann, für Lucas durchaus interessant. An seinem Praktikum gefällt ihm vor allem, dass er sehr viel Neues dazulernt. „Ich kann mir alles angucken und bin auch bei Kursen dabei“, sagt Lucas. Im Vergleich zur Schulzeit sind die Tage beim Fitnessstudio schon deutlich länger. Lucas arbeitet von 8 bis 17 Uhr, hat mittags jedoch zwei Stunden Pause und zwischendurch auch mal etwas Ruhe.

Mehr freie Zeit werden die Schüler dann in Kürze wieder haben. Am kommenden Freitag beginnen nämlich die zweiwöchigen Osterferien.

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Realschule Friesoythe | Autohaus

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