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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

„Hilfe für Tschernobylkinder“ stellt Arbeit ein

26.06.2019

Friesoythe Zum 28. Mal verbringen ab kommenden Samstag Kinder und junge Heranwachsende aus der Tschernobyl-Region eine unbeschwerte Zeit im Landkreis Cloppenburg. Seit 1993 hat der Verein „Hilfe für Tschernobylkinder“ bis heute rund 900 Kindern aus der Region des Reaktor-Unglücks eine Erholung von ihrem Alltag gewährt. Diese Fahrt soll die letzte sein. Danach ist Schluss, sagen Ludwig Wreesmann Gregor Möller-Reemts. Das Problem: Es sei kaum noch möglich, Gasteltern zu finden, die die Kinder aus Weißrussland aufnehmen möchten.

28 Gäste aus der Tschernobyl-Region im Alter von sechs bis 28 Jahren werden nun zum letzten Mal im Landkreis Cloppenburg Quartier beziehen. Das Ende nach 28 Jahren soll mit einem großen Familienfest begangen werden. Viele werden Wiedersehen feiern können, denn die Gäste sind bereits früher als Kinder im Landkreis bei Gastfamilien untergebracht gewesen. Heute sind sie junge Erwachsene, „zum Teil sind sogar schon Kinder der ehemaligen Kinder dabei“, berichtet Möller-Reemts. Häufig haben Kontakte über viele Jahre und Jahrzehnte gehalten.

„Wir wollen das Ganze anständig zu Ende bringen“, sagen Gregor Möller Reemts und Ludwig Wreesmann. Sie haben ein umfangreiches Programm für die Gäste während ihres achttägigen Aufenthaltes aufgesetzt.

Am Montag steht ab 17.30 Uhr ein Treffen mit allen ehemaligen Gastfamilien in der Florianhütte der Freiwilligen Feuerwehr Bösel auf dem Programm. „Wir haben 270 Einladungen verschickt“, berichtete Wreesmann. Dieses große Familienfest sei als Dank an die Familien gedacht, ergänzt Möller-Reemts. Denn sie seien die Garanten dafür gewesen, dass die Hilfsaktion so lange durchhalten konnte.

Ob es weitere Austausche oder ein weiteres Miteinander in Zukunft geben könne, soll in einem vierstündigen Workshop in der Katholischen Akademie Stapelfeld am Dienstag geklärt werden. Vor allem aber stellt der Workshop die Frage, wie die Ferienaufenthalte das weitere Leben beeinflusst haben. „Darauf sind wir besonders gespannt“, sagten Möller-Reemts und Wreesmann.

Dass sie das haben, davon sind sie überzeugt. Und das war ihnen auch schon zum zehnjährigen Bestehen gespiegelt worden. Dabei sind „echte Freundschaften entstanden“, berichten die Vorstandsmitglieder. Einige Teilnehmer der Fahrt sind mittlerweile im Landkreis Cloppenburg heimisch geworden.

Weiterhin sind die Gäste am Donnerstag, 4. Juli, „mit Paddel und Pedal“ in Barßel unterwegs. Tags drauf führt eine Tour nach Bremen, wo sie eine Weser- und Hafenrundfahrt unternehmen und Bremen entdecken können. Zudem steht eine Fahrt mit der Museumseisenbahn auf dem Programm.

Das zweite Standbein des Arbeitskreises, die Hilfstransporte, soll aber beibehalten werden.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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