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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Umzug Der Ludgeri-Schule In Friesoythe: Grundschule steht bald leer

29.11.2019

Friesoythe Es werden Rechenaufgaben gelöst, mit Tusche Bilder gemalt oder Schüler schreiben gerade ein Diktat – in allen Klassenräumen der Ludgeri-Schule Friesoythe ist was los. Doch das wird dort bald nicht mehr so sein. Friesoythes größte Grundschule mit derzeit 281 Schülern in 14 Klassen wird in rund zwei Jahren an einen neuen Standort am Großen Kamp Ost ziehen. Und was geschieht dann mit dem großen Schulkomplex an der Barßeler Straße? Bürgermeister Sven Stratmann wüsste da was.

Ihm schwebt eine Art Bildungszentrum vor. „Die Voraussetzungen sind dafür doch ideal“, sagte Stratmann im Gespräch mit dieser Zeitung. Es wäre aus seiner Sicht zu schade und auch unsinnig, das Gebäudeensemble wegzureißen. Dafür sei der Großteil der Schule noch zu gut in Schuss. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das Gebäude auch nach dem Umzug der Grundschule gut nutzen und mit Leben füllen können.“

Es habe vor etwa anderthalb Jahren bereits mit drei Trägern der Erwachsenenbildung einen Vor-Ort-Termin gegeben. Mit Vertretern des Katholischen Bildungswerkes Friesoythe, der Volkshochschule (VHS) und des Bildungswerkes der Niedersächsischen Wirtschaft (NWB) habe man sich ein Bild von den Räumlichkeiten gemacht. VHS und NWB hätten da schon gute Möglichkeiten gesehen, die Immobilie für ihre Zwecke und den immer größer werdenden Bedarf an Seminarräumen zu nutzen. Das Katholische Bildungswerk verfolgt mit dem bereits getätigten Kauf des Burghotels an der Kirchstraße andere Ideen.

Neben der klassischen Erwachsenenbildung könnten laut Stratmann zum Beispiel auch der Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen und der in Planung befindliche Beirat für Senioren dort einen Platz finden. Auch für den Friesoyther Präventionsrat, den Verein Zusammenarbeit mit Osteuropa oder für Mutter-Kind-Gruppen seien die Räumlichkeiten gut geeignet. „Und warum nicht auch ein Bandraum und ein Raum für Musikvereine“, fragt Stratmann. Die Zimmer könnten morgens von Schulen auch als Musikraum genutzt werden. Ebenso sei der Einbau einer Lehrküche denkbar, die morgens von Schulen und abends von Anbietern von Erwachsenenkochkursen genutzt werden könnte. Ferienbetreuung für Kinder könnte man ebenfalls in dem Gebäudekomplex anbieten.

Eher als „Fernziel“ bezeichnet er den Gedanken, dort ein Familien- und Vereinsbüro mit festen Öffnungszeiten einzurichten. „Die Aufgaben von Vereinen werden immer komplexer, wie etwa bei Förderungen oder Datenschutz. In dem Büro könnten sie dann professionelle Hilfe bekommen.“

Sven Stratmann hat zwar schon jetzt viele Ideen, das alles hat aber auch einen Haken. Denn wie und ob überhaupt ein Nachnutzungskonzept für die Ludgeri-Schule erstellt wird, ist nicht die alleinige Entscheidung des Bürgermeisters, sondern des gesamten Stadtrates. Und bis die Grundschule tatsächlich umzieht, ziehen noch mindestens zwei Jahre ins Land.

„Ich hoffe aber, dass wir diese Zeit nutzen können, um uns intensiv über eine Nachnutzung Gedanken zu machen“, sagte Stratmann. Denn je eher die Stadtverwaltung einen politischen Auftrag vom Rat erhalte, umso eher könne man sich auch um Fördermittel kümmern. So habe eine generationsübergreifende Quartiersbildung, zu denen Stratmanns Vorschläge passen würden, gute Möglichkeiten auf finanzielle Förderung. Auch im Rahmen der laufenden Innenstadtsanierung könnte es für die Nutzung des Gebäudes Chancen auf Fördergelder geben, als ausgelagertes Quartier für Angebote, die man in der Innenstadt in diesem Umfang nicht realisieren könnte.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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