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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Wie geht’s in Neuscharrel weiter?

22.06.2018

Friesoythe Die Tatsachen holen die Politik ein: Nach der Erfahrung mit der Schließung der Grundschule Neuvrees war eigentlich Konsens, die Eltern nicht wieder in eine solche Situation zu bringen, dass sie de facto selbst über die Zukunft der Grundschule abstimmen müssen. Doch gleiches Schicksal droht der Grundschule Neuscharrel, wurde auf der Ratssitzung am Mittwochabend offenkundig.

Nach Angaben von Bürgermeister Sven Stratmann gibt es derzeit 23 Anmeldungen für das kommende Schuljahr – bedeutet eine Viertelzügigkeit, heißt: Alle Schüler werden jahrgangsübergreifend in einer Klasse unterrichtet. In einer „sehr sachlichen“ (Stratmannn) Versammlung waren am Dienstag die Eltern informiert worden. Und einige Eltern fassen offenbar schon konkret ins Auge, ihre Kinder an anderen Schulen anzumelden.

Auch die Schulleiterin wird die Schule verlassen, bestätigte die Landesschulbehörde auf NWZ-Anfrage. „Die Stelle für die Schulleitung war ausgeschrieben, bisher erfolglos. Wir prüfen derzeit eine kommissarische Leitung für den Fall, dass die Schule erhalten bleibt“, so Behördensprecherin Bianca Schöneich gegenüber der NWZ.

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Rat stimmt für Schul-Neubau in Altenoythe

Einstimmig hat sich der Stadtrat für den Bau einer völlig neuen Grundschule für die Gerbert-Schule ausgesprochen. Diese soll eine 2,5-Zügigkeit (10 Klassen) sowie mit Erweiterungsmöglichkeiten für eine Drei oder Vierzügigkeit geplant werden. Die Kosten wurden mit rund sieben Millionen Euro überschlagen. Die Kooperation mit der Sophie-Scholl-Schule soll berücksichtigt werden. Das vorhandene Gebäude soll von der Oberschule genutzt werden und entsprechend umgestaltet werden. Umgesetzt werden soll der Bau bis zum Schuljahr 2022/2023. Das Zeitkonzept erarbeitet die Verwaltung nun gemeinsam mit Schulleitungen und Elternvertretern. Für die Zwischenzeit sollen Container aufgestellt werden. Gestrichen wurde auf Vorschlag der CDU/FDP-Fraktion der Passus, dass mit der Fertigstellung des Neubaus der Einzugsbereich der Gerbert-Schule um den Schulbezirk der Grundschule Hohefeld erweitert werden soll. Das hätte faktisch die Schließung des Standortes Hohefeld bedeutet.

SPD-Fraktionschefin Renate Geuter bezeichnete es als unklug, dass dieser Passus herausgestrichen wurde. So müsse man später Farbe bekennen. Aber die Verwaltung brauche einen Auftrag, erklärte Geuter die Zustimmung der SPD-Fraktion. Den Bau einer neuen Grundschule in Altenoythe bezeichnete Dennis Löschen (SPD) als „positives Signal“.

Sie machte nochmals deutlich, dass für Schulschließungen grundsätzlich der Schulträger in eigener Zuständigkeit entscheide. Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz müsse eine Schule jedoch mindestens zwölf Schüler haben.

Für Hans Meyer, SPD-Ratsherr und im Hauptberuf Lehrer, ist die Viertelzügigkeit auf Dauer aus pädagogischer Sicht für Schüler, Lehrer und auch Eltern „nicht vertretbar“, denn in der Klasse müsse den Erstklässlern Lesen und Schreiben beigebracht werden, gleichzeitig müssten die Viertklässler auf das Gymnasium vorbereitet werden.

In der kommenden Woche soll ein weiteres Gespräch folgen. Zunächst soll die Schule in der Viertelzügigkeit für ein Jahr „überbrückt“ werden in der Hoffnung, die notwendigen Schülerzahlen wieder zu erreichen. Das sieht Bürgermeister Stratmann skeptisch, denn für eine dauerhafte Einzügigkeit benötigte ein Ort rund 2000 Einwohner. Neuscharrel zählt rund 900.

Der Verwaltungschef betonte: „Die Verwaltung hat hier keine Einflussmöglichkeiten.“ Diese sollte ein Grundsatzbeschluss zu kleinen Grundschulen bringen. Ursprünglich lautete der – mit Zustimmung der Schulleitungen: „Soweit eine Grundschule über einen Zeitraum von drei Jahren eine Schülerzahl von 30 oder weniger ausweist, wird die Schließung der Schule eingeleitet.“ Nach einem interfraktionellen Treffen blieb davon nur ein Kompromiss. Der lautet: „Sobald sich bei einer Grundschule aufgrund der vorliegenden Geburtenzahlen herausstellt, dass im Laufe der folgenden vier Jahre eine Viertelzügigkeit erreicht wird, werden sich die politischen Gremien nach Gesprächen mit den Elternvertretungen und dem Kollegium mit der Zukunft der Schule beschäftigen.“

Vom „kleinsten gemeinsamen Nenner“ sprach SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter. „Wir werden viel schneller die Diskussionen um Schulschließungen führen müssen als uns lieb ist.“ Es wäre „Aufgabe des Stadtrats“ gewesen, für Klarheit zu sorgen, ärgerte sich Stratmann. Sauer stieß ihm vor allem auf, dass die CDU/FDP-Fraktion die Schulentwicklungsplanung ein Jahr blockiert habe.

Dr. Matthias Lamping (CDU) bemerkte, die Schließung von Schulen dürfe kein Automatismus sein, um diesen Schritt nicht bereuen zu müssen.

Man habe für Hohefeld versäumt, für Planungssicherheit zu sorgen, so Heinz Lübbers (SPD) auf eine weitere Entscheidung des Stadtrates (s. Infobox) zu sprechen. „Der Druck liegt bei den Eltern.“

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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