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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Früher lernen, sicherer fahren

09.11.2016

Nordkreis Bald ist es endlich soweit: Ich mache den Führerschein für Auto und Motorrad, dabei bin ich schon 18, wenn ich den „Lappen“ endlich mein Eigen nennen kann. Ich habe mich dazu entschlossen, meinen Führerschein erst mit 17 ½ zu machen, da ich den Motorradführerschein gleichzeitig mit dem fürs Auto machen möchte. Aber wäre es gut gewesen, den Führerschein schon ein Jahr früher zu machen?

Viele meiner Freunde haben die Entscheidung zum begleiteten Fahren nicht bereut. Der Meinung ist zum Beispiel auch Tim (18) aus Strücklingen. „Klar war es schon nervig, dass ich meinen Führerschein hatte, aber immer auf die Begleitpersonen angewiesen war. Aber im Nachhinein habe ich schon gemerkt, dass es mir geholfen hat. Viele Alltagssituationen wie Parken konnte ich noch mal üben, bevor ich auf mich allein gestellt war, und meine Probezeit hatte ich dadurch auch verkürzt.“

Auch andere sehen das so. „Ich hab den Führerschein schon mit 16 ½ Jahren angefangen und einen Tag nach meinem 17. Geburtstag hatte ich ihn dann auch schon“, sagt Christopher (17). „Ich würde es auch jedem anderen empfehlen, weil ich jetzt schon Fahrpraxis sammeln kann und ich nicht auf mich allein gestellt war, als ich das erste Mal außerhalb der Fahrschule gefahren bin.“

Ältere Generationen hätten die Möglichkeit auch gerne gehabt, wie beispielsweise meine Mutter Petra Niederwieser (45): „Ich habe meinen Führerschein schon vor 27 Jahren gemacht. Damals gab es das begleitende Fahren mit 17 noch nicht.“ Hätte sie damals die Möglichkeit dazu gehabt, so hätte sie es auf jeden Fall gemacht. Denn „bei meiner ersten Fahrt alleine war ich doch noch sehr unsicher und ein paar Fahrstunden im alltäglichen Verkehr hätten da sicher geholfen“, meint meine Mutter.

Aber es gibt auch einige Jugendliche, die der Meinung sind, dass es sich für sie nicht lohnt. So wie Leon (18): „Viele meiner Freunde hatten das begleitete Fahren, aber meinten, dass sie das Fahren erst alleine richtig lernen konnten. Für mich lohnt es sich nicht, früher anzufangen. Mir reicht es, wenn ich meinen Führerschein mit 18 habe.“

Doch auch Fahrschullehrer Helmut Henken von der Fahrschule Henken im Saterland ist vom Erfolg des begleiteten Fahrens überzeugt. „Mir persönlich ist aufgefallen, dass die Unfallquote der Fahrschüler, die ihren Führerschein mit 17 bekommen und somit das begleitete Fahren nutzen, wesentlich niedriger ist, als bei den Fahrschülern, die erst mit 18 zum ersten Mal alleine außerhalb der Fahrschule fahren.“ Durch das begleitete Fahren seien sie bei den ersten Fahrten nicht auf sich allein gestellt und würden viele alltägliche Verkehrsituationen noch mal üben.

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