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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Für Kultur des Sitzenbleibens

07.07.2012

CLOPPENBURG Für eine „Kultur des Sitzenbleibens“ hat sich am Freitag der Schulleiter des Clemens-August-Gymnasiums Cloppenburg, Heinrich Hachmöller, auf der Verabschiedung der Abiturientia 2012 ausgesprochen. Damit reagierte er auf die wieder aufkeimende Diskussion um das Abitur nach acht oder neun Jahren. Die einen seien Schnellstarter und bräuchten nur acht Jahre für das Abitur, andere neun Jahre und wieder andere zehn Jahre. Diese „individuellen Schulzeiten“ würden Schülern eher gerecht als starre Vorgaben. Die Experten sollten „endlich aufhören, das Sitzenbleiben zu dramatisieren“, so Hachmöller.

Der Schulleiter überreichte am Freitagmorgen in der Münsterlandhalle an 130 Schüler und Schülerinnen die Abiturzeugnisse. Für das beste Ergebnis – eine Note von 1,4 – erhielt Benjamin Scholz aus Cloppenburg die Plakette des Landkreises aus Händen des stellvertretenden Landrats Antonius Lamping. Jeweils mit der Note 1,5 schnitten Julia Pahls und Joy Bredehorst ab. Geehrt wurden auch alle Präfekten des Abiturjahrgangs für ihr besonderes Engagement für die Schule.

Nicht immer leicht gewesen sei der Weg zum Abitur, schilderte die Schülervertreterin Gwendolin Lake in ihrer Ansprache: Zu Beginn sei die Schule nicht auf die vielen neuen und vor allem jungen Schüler – rund 660 kamen 2004 nach dem Ende der Orientierungsstufe auf das CAG – vorbereitet gewesen. „Der erste Jahrgang fünf am CAG gewesen zu sein, war nicht das Beste“, urteilte die Schülervertreterin. Alleine die Versorgung am viel zu kleinen Schulkiosk habe zu einem Chaos geführt. Von der neuen Mensa hätten sie leider nur kurz profitiert. Technische Neuerungen wie die Smartboards, die in der Schule Tafeln ersetzten, hätten Lehrer häufig vor Probleme gestellt – seien sie technischer oder persönlicher Natur, so die Schülervertreterin. Sie fand aber auch lobende Worte für Schule und Lehrerschaft und endete in Anspielung auf das Abi-Motto „SimsalABim“: „Erst jetzt wissen wir, wie behütet wir im Märchenland waren.“

Der Vorsitzende des Schulelternrats, Uwe Hausfeld, mahnte, mit „Copy and Paste“ könne das Leben nicht gemeistert werden und forderte auf, mutige Entscheidungen zu treffen. Starke Persönlichkeiten können Unzulänglichkeiten in Zeugnissen leicht ausbügeln. In Zeiten der Finanzkrise sei das Geld in der Ausbildung der Kinder gut angelegt, endete Schulleiter Hachmöller mit der Aufforderung an die Eltern: „Zahlen und fröhlich sein.“

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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