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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Tweel stärken – Garrel entlasten

19.09.2018

Garrel Die katholische Grundschule Garrel soll Ganztagsschule werden. Damit beschäftigt sich die Politik bereits seit einigen Jahren. Doch noch immer ist nicht in Sicht, wann die offene Form der Ganztagsschule – in der haben die Eltern die Wahl, ob ihre Kinder daran teilnehmen sollen – tatsächlich eingerichtet werden kann. Denn zur Voraussetzung hat die Grundschulleitung die bauliche Erweiterung gesetzt.

Mit der hat sich der Schulausschuss in seiner Sitzung am Montagabend befasst, den Tagesordnungspunkt aber letztlich auf Antrag von Christoph Penning (CDU) wieder in die Fraktionen zurückverwiesen. Der Gemeinderat hatte auf einen bis zu 90-prozentigen Zuschuss aus dem Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ gehofft. Hier war allerdings die Grundschule – im Gegensatz zum Barbara-Kindergarten (s.u.) – nicht zum Zuge gekommen.

Soll nun ein neuer Antrag für dieses Programm gestellt werden, dem allerdings nicht sehr hohe Chancen zugerechnet werden, oder soll ein Antrag an den Kreis gestellt werden, um auf bis zu 30 Prozent Förderung aus der Kreisschulbaukasse zu setzen? Diese Fragen stellen sich, zumal Bürgermeister Andreas Bartels betonte, nicht jedes Jahr Bauvorhaben in Millionenhöhe stemmen zu können. Diese Erweiterung war nach ersten Kostenschätzungen auf rund 2,7 Millionen Euro beziffert worden.

Die Leiterin der Grundschule, Nicole Tiedeken, machte in der Sitzung nochmals die Dringlichkeit der Baumaßnahme deutlich, um eine offene Ganztagsschule einrichten zu können. Die Schule hat bereits eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Schulleitung, Lehrern und Elternratsmitgliedern, gegründet, um ein Konzept zu erarbeiten.

Gemeinde zahlt für Betreuung

Der Schulausschuss des Gemeinderates hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, künftig die Kosten für die Mittagsbetreuung der Kinder an der Grundschule Garrel zu übernehmen. Derzeit bietet der Förderverein diese Betreuung als Übergangslösung an, solange die Ganztagsschule noch nicht eingeführt ist.

Eltern zahlen für die Betreuung 2,80 Euro pro Kind und Tag. Nach Vorschlag des Ausschusses soll im Februar 2019 erneut darüber beraten werden.

Für die Verpflegung soll die Möglichkeit einer eigenen Mensa „in Betracht gezogen werden“, heißt es von Seiten der Grundschule. Die Nutzung der Mensa der Oberschule bedeute viele organisatorische Absprachen mit zeitlichen Einschränkungen. Mehr Personal und Inventar sei dort in jedem Fall notwendig.

Die Grundschule beantragte: ein größeres Lehrerzimmer beziehungsweise einen Konferenzraum für 50 bis 60 Personen, eine Lehrerbibliothek mit Arbeitsplätzen für Lehrkräfte, ein Besprechungsraum für das Team der Pädagogischen Mitarbeiter, ein Besprechungsraum für die Schulsozialpädagogin, der auch als sozialer Trainingsraum für Schüler genutzt werden kann, ein Besprechungszimmer für Elterngespräche, einen Erste-Hilfe-Raum, mindestens zwei weitere Klassenräume mit Gruppenraum zur Förderung von Kleingruppen (derzeit stünde kein weiterer Klassenraum zur Verfügung). Kleingruppenräume zur Lernförderung von Kindern und zur Sprachförderung seien zudem erforderlich und ein Spielraum für die Mittagspause sowie ein Ruheraum, der auch im Fachunterricht genutzt werden kann.

Derzeit besuchen die Grundschule 427 Schüler in 19 Klassen. Drei Jahrgänge sind fünfzügig, einer ist vierzügig. Der Schulkindergarten, der in diesem Jahr pausiert, könnte bei entsprechender Schülerzahl im kommenden Schuljahr wieder aufgenommen werden. Die Grundschule habe eine Größe angenommen, die nicht vorgesehen sei, betonte CDU-Ratsherr Rainer Engelmann. Die „Monsterschule“ sei Schülern „nicht zuzumuten“. Garrel sei derart gewachsen, dass ein Schulstandort nicht mehr ausreiche.

Die Idee: Tweel zu stärken und zur Ganztagsschule auszubauen, um zwei fast gleichstarke Grundschulstandorte im Ort zu bilden, forderte der Ratsherr. Etwas „richtig Schönes“ könne dort entstehen. Geplant ist auch der Neubau der Kita, dessen Pläne ebenfalls vorgestellt wurden.

Auch die Garreler Schulleiterin Nicole Tiedeken betonte, das mache „durchaus Sinn, um die Situation zu entzerren“. Auf der nächsten Schulausschuss-Sitzung soll erneut über die Erweiterung beraten werden.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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