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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Mensa-Bau schmeckt nicht jedem

23.10.2019

Garrel Seit mindestens 2016 befassen sich Politik und Mitarbeiter der Grundschule Garrel mit der Einrichtung einer Ganztagsschule. Der Rat hatte 2017 sogar entschieden, erforderliche Baumaßnahmen an der Grundschule zunächst zurückzustellen zugunsten der für die Ganztagsschule notwendigen Arbeiten. Die Hoffnung war, Fördergelder einzuwerben. 2018 ging der Antrag der Gemeinde Garrel für ein Förderprogramm leer aus; der erneute Antrag kam auch 2019 nicht zum Zuge. Dass der Förderantrag noch Erfolg haben würde, hält die Verwaltung für „unwahrscheinlich“. Stellt sich nun die Frage, ob die Gemeinde die von der Grundschule Garrel verlangten baulichen Voraussetzungen auch ohne diesen Fördertopf umsetzen wird.

„Ja“, entschied zumindest der Schulausschuss in seiner Sitzung am Montagabend einhellig. Die Kosten sind erheblich. Eine ursprüngliche Kostenschätzung für notwendige bauliche Veränderungen belief sich auf 2,65 Millionen Euro. Wie viel Geld tatsächlich in die Hand genommen werden muss, sollen die Planungen zeigen. Die sollen nach dem Ausschuss-Votum nun unverzüglich angeschoben werden – inklusive der Berücksichtigung des Grundschulstandortes Tweel sowie eines möglichen dritten Grundschulstandortes in Garrel. Diesem CDU-Antrag schloss sich der Ausschuss an.

Erster Gemeinderat Karl-Heinz Focken betonte die „Notwendigkeit“, er verwies darauf, dass Garrel als eine der letzten Gemeinden im Kreis kein Ganztagsschulangebot vorweise. Die Stagnation bei den Planungen brachte auch Schulleiterin Nicole Tiedeken (Ausschuss-Mitglied) in Rage. „Ohne eine zeitnahe Entscheidung können wir konzeptionell nicht weiterarbeiten.“ Focken hatte schon vorab darauf hingewiesen, dass es bis zur Umsetzung noch „zwei, drei Jahre“ dauern werde.

Bau einer Mensa

Wichtige Voraussetzung ist die Möglichkeit für die Schüler, ein Mittagessen einzunehmen. Stellt sich die Frage, wo das geschehen soll: entweder in einem zu errichtenden multifunktionalen Gemeinschaftsraum, der als klassische Mensa und als Versammlungsraum genutzt werden kann, oder in einem Raum, der alleine für die Essensausgabe genutzt wird mit der Option, eine Mensa daraus zu entwickeln. Auch die Verwaltung hält die Planungen für eine separate Mensa für sinnvoll.

Als „Irrsinn“ und „Witz“ bezeichnete hingegen Heinrich Behrens (BfG) den diskutierten Bau einer zweiten Mensa in der Nähe der Oberschule (OBS). Auch Jürgen Tabeling (BfG) sieht das kritisch. Der Planer soll nun auch die Mensa an der OBS mit ins Auge nehmen. Stefan Hack, zweiter Konrektor an der OBS und Mitglied im Schulausschuss, wies auf die schon jetzt begrenzten Kapazitäten dort hin. Eine deutliche bauliche Erweiterung sei dann notwendig, schließlich sei eine Entzerrung der Essenszeiten nur in einem bestimmten Zeitfenster möglich. Aus diesem Grund müssen Grundschüler, die an der Oberschule essen, schon jetzt in der Schulküche essen, so Hack.

Die Mensa ist allerdings nicht das einzige Problem: Denn unter Platzmangel habe die Grundschule bereits jetzt zu leiden, begründet der Schulvorstand seinen Antrag. Die Kapazitäten in der Pausenhalle seien begrenzt. Im Zuge einer Gesamtplanung könnte der Platz der Pausenhalle anders genutzt werden. Zudem seien durch Inklusion, Integration und große Heterogenität der Lerngruppen zusätzliche auch räumliche Ressourcen notwendig. Eine vorausschauende Planung lasse die mögliche Entwicklung zu einer teilgebundenen Ganztagsschule zu, argumentiert der Schulvorstand.

Die Schule geht davon aus, dass bei einer offenen Form der Ganztagsschule rund ein Drittel der Schüler ein Mittagessen zu sich nehmen würden, bedeutet: bis zu 140. In der teilgebundenen Ganztagsschule mit zwei verpflichtenden Tagen – die ist allerdings derzeit in Garrel nicht angedacht – würden alle 400 Schüler daran teilnehmen.

Mittagsbetreuung

Bis zur Einführung der Ganztagsbetreuung an der Grundschule bietet der Förderverein der Grundschule seit einigen Jahren die Mittagsbetreuung an. Bislang waren die Plätze allerdings begrenzt. Da aber immer mehr Kinder das Angebot wahrnehmen, hatte der Förderverein beantragt, die Modalitäten anzupassen – der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus: Demnach sollen nun so viele Kinder angemeldet werden können, wie es die Platzsituation hergibt. Die Gemeinde wird künftig Kosten in Höhe von fünf Euro pro Kind und Tag übernehmen.

Bis Jahresende wird weiterhin geprüft, ob es möglich ist, in der Mensa der Oberschule insbesondere für den Donnerstag Sitzplätze für mindestens 30 Grundschulkinder zuzüglich der Betreuungskräfte freizuhalten.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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